8. Dezember 2016

Weihnachten in Island und Piparkökur Plätzchen backen


Wie versprochen gibt es heute meinen zweiten Beitrag zur Bloggerrunde "Weihnachten international - Genuss & Tradition" von Sina und ihrem Blog casaselvanegra

Diesmal möchte ich euch die isländischen Bräuche und Sitten um den 24. Dezember herum vorstellen. Plus ein Rezept für Piparkökur (Pfefferkekse), die es in sich haben.. Sie sind sehr würzig und pfeffrig. Mir schmecken sie wie Spekulatiuskekse, etwas später merkt man dann aber doch den Pfeffer ;)

Nun aber erstmal zu Island..

Da die Sonne dort im Dezember nur für 4 Stunden mittags zu sehen ist und es ansonsten dunkel bleibt, ist die Weihnachtsbeleuchtung von großer Bedeutung. So wird schon recht früh mit viel Mühe die Hauptstadt Reykjavik mit tausenden Lichtern dekoriert.

13 Tage vor Weihnachten kommen dann die Jólasveinar, die 13 Söhne der Schreckensgestalt Grýla  die früher Unsinn trieben und bei Leuten Essbares stalen, die nicht alle Wolle vom Herbst verarbeitet hatten.

Heute bringen sie zum Glück nur noch Geschenke für die Kinder, die sie in die Schuhe stecken, welche an das Fenster gestellt wurden.
Hier ein schönes Weihnachtslied dazu:
https://www.youtube.com/watch?v=HuVYdsDvDoA

Sie kommen einer nach dem anderen, bis an Weihnachten alle da sind. Danach verschwindet wieder einer nach dem anderen 13 Tage lang, bis am 6.12. alle wieder weg sind.

Ich möchte euch gerne die einzelnen Namen auflisten:

12.12.: Stekkjastaur
13.12.: Giljagaur
14.12.: Stufúr
15.12.: Pvörusleikir
16.12.: Pottaskefill
17.12.: Askasleikir
18.12.: Hurðaskellir
19.12.: Skyrgámur
20.12.: Bjúgnakrækir
21.12.: Gluggagægir
22.12.: Gáttaþefur
23.12.: Kétkrokur
24.12.: Kertasníkir

Kennt ihr Laufabrauð ?

In der Weihnachtszeit wird gerne Laufabrauð gegessen und meistens auch selber hergestellt. Es stammt aus Nordisland und ist flaches, dünnes Brot, dass schöne und geometrische Verzierungen hat. Es wird in heißem Fett oder Öl gebacken und man kann dazu zum Beispiel Lammfleisch essen.
Eine andere Leckerei sind die Piparkökur, die ich euch gleich vorstellen werde. :)

Am 23.12. soll dann kein Fleisch gegessen werden und es wird oft der Baum geschmückt. Danach geht es für die meisten nochmal in die Innenstadt, um etwas shoppen zu gehen, Freunde zu treffen und ein bischen zu bummeln. Da Island klein ist, trifft man immer wen. Es wird dann also nochmal recht voll auf den Straßen von Reykjavik.

Heilig Abend beginnt um genau 18 Uhr

Der 24.12. ist der wichtigste Tag und um ca. 18 Uhr gehts los mit einem schönen Weihnachtsessen mit der Familie. Früher begann der neue Tag in Island nämlich nicht um Mitternacht, sondern um 18 Uhr. Meist gibt es Jolaar, Weihnachtslamm, Rauchfleisch, Würstchen und selbstgebrautes Bier. Wie in manchem anderen Land gibt es auch hier den Reisbrei mit einer versteckten Mandel.
Danach werden die Geschenke ausgetauscht und fast jeder bekommt ein Buch. Es ist wirklich ein beliebtes Geschenk..

Der 25.12 und 26.12. ist auch dort ein Feiertag und man entspannt sich zuhause oder besucht die Familie.

Jetzt aber zu den Piparkökur! Wiegesagt, sie haben es in sich ;)

Rezept der Piparkökur (Pfefferkekse):

Zutaten:

250g Mehl
250g brauner Zucker
125g Butter
1 Ei
2 TL Backpulver
1 TL Ingwer, gemahlen
1/2 TL Kardamon
1/2 TL Zimt
1/2 TL Muskat
1/4 TL Nelke
1/4 TL Pfeffer
1/4 TL Paprika

100g Kuvertüre, wer mag

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem schönen Teig kneten. Diesen dann eine Stunde in den Kühlschrank stellen (besser noch über Nacht wegen der Aromen).

Backofen auf 200 Grad (Umluft) vorheizen und den Teig mit etwas Mehl ausrollen. Nach Lust und Laune ausstechen, es wird aber etwas unförmig. Daher sind Glocken, Bäume, Herzen und Sterne am besten geeignet.
Für ca. 12 Minuten in den Ofen geben und anschließend abkühlen lassen.

Wer es schokoladig mag, kann noch etwas Kuvertüre im Wasserbad erwärmen und die Plätzchen damit verzieren.

Fertig!

Eure Tatjana <3

P.S. Wie feiert ihr Weihnachten?




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