24. Januar 2018

Botanischer Garten Augsburg im Juli - der Staudenbereich und die Wiesen

Heute gibt es einen Bericht über den Botanischen Garten Augsburg. Über den Staudenbereich im Juli. Den habe ich mir für den kalten Januar aufgehoben. Zum Träumen..


Eine Staudenlandschaft mit unter anderem viel Veronicastrum. Wenn ich mich nicht irre, heißt diese Sorte "Lavendelturm" und wird 150-190 cm hoch. Er blüht von Juni bis August und man benötigt pro Quadratmeter nur eine Pflanze. Schön dazu schaut Federmohn (Macleaya microcorpa) aus, hier im Hintergrund.



Im Schattenbereich, der keinen eigenen Namen hat, blüht im Sommer die Astrantia wundervoll..



Oder Digitalis lutea, auch gelber Fingerhut genannt, der hier eher sehr hellgelb ist. Er wird 60-80 cm hoch und blüht von Juni bis August. Eine heimische recht ausdauernde Art, die gerne im Halbschatten steht.


Eine weitere Halbschatten-Staude ist das Purpur-Greiskraut (hier Ligularia przewalskii), die ich sehr gerne mag. Allerdings könnte sie beim Austrieb schneckengefärdet sein. Ich selber habe damit noch keine Probleme. Habe einen Standort gewählt, an dem auch so kaum Schnecken sind.

Die Sorte Ligularia przewalskii (Kerzen-Greiskraut) wird 80-120 cm hoch und blüht von Juli bis September. Sie ist nicht so schneckengefährdet wie andere Sorten und kann auch an trockeneren Standorten gepflanzt werden. Trotzdem braucht sie immer noch etwas Feuchte in der Erde.
Sie breitet sich nicht so aus wie andere Ligularien.



Ich habe für euch noch ein, zwei Beiträge über den Garten, die es bald geben wird :)

Eure Tatjana <3

20. Januar 2018

Black Forest Cheesecake (ohne backen)


Schon länger wollte ich mal was zum Thema Schwarzwälder Kirschtorte backen. Da mir die klassische Torte aber zu sahnig und alkoholisch ist, finde ich jede Abwandlung davon spannend.

Wie der ein oder andere sicherlich schon mitbekommen hat, backe ich seit längerem nur mit saisonalen Zutaten und da ist das mit den Kirschen im Winter nicht drin. Zumindest mit frischen Kirschen.
Aber mit welchen aus dem Glas und Kirschmarmelade schon. :)

Ihr kennt sicherlich auch schon meinen Lieblingskuchen, den Cheesecake with white Chocolate.
Diesen habe ich nun selber etwas verschwarzwäldert und daraus ist ein Black Forest Cheesecake geworden. Welchen man nicht backen muß.

Meine Testesser, diesmal die engere Verwandtschaft, waren begeistert davon.
Also muß er in den Blog :)

Zutaten (Backform mit 28 cm Durchmesser):

Für den Boden:
200g Schokokekse mit Kakaocreme-Füllung (zb P-Rollen)
100g Zartbitterschokolade

Für die Creme:
200g weiße Schokolade
100g Creme Fraiche
2 Pk. Vanillezucker
100g Zucker
600g Frischkäse (der Sahnige)
1 Glas Kirschen

Für die Verzierung:
100-200g Zartbitterschokolade
halbes Glas Kirschmarmelade (oder Gelee)

Die Kekse zerbröseln (am besten mit dem Kleinhäcksler, oder in eine Folie geben und mit dem Nudelholz), die Schokolade in der Mikrowelle langsam flüssig werden lassen (oder im Wasserbad) und alles miteinander verrühren.

Den Boden der Kuchenform mit Backpapier belegen und die Masse darauf verteilen.

Die Kirschen abtropfen lassen.
Für die Creme die weiße Schokolade in der Mikrowelle oder im Wasserbad schmelzen lassen und mit der Creme Fraiche verrühren. Vanillezucker, Zucker und Frischkäse dazugeben und gut vermengen. Fünf Minuten warten, damit sich die Zuckerkristalle auflösen und nochmal durchmischen. Kirschen vorsichtig druntermischen.
Jetzt kannst du die Creme auf den Boden verteilen und für mehrere Stunden (am besten über Nacht) in den Kühlschrank stellen.

Kirschmarmelade erhitzen, bis sie flüssig ist. Ist es eine mit Stückchen, dann durch ein Sieb geben.
Mit einem Löffel schön auf dem Kuchen verteilen (wie auf dem Bild).
Die Schokolade in grobe Stücke hacken und darüber streuen.

Fertig :)

Lasst es euch schmecken!

Eure Tatjana <3

P.S. Wollt ihr noch mehr Varationen zum Thema Schwarzwälder Kirsch?







17. Januar 2018

Schloss Neuschwanstein im Winter & Tegelberg



Wer träumt nicht davon, mal Schloss Neuschwanstein zu besuchen? Das Märchenschloss von König Ludwig II., welches so schön ist, dass sogar Walt Disney sich hat davon inspirieren lassen.
Vor einer traumhaften Bergkulisse der Alpen..


Ich wohne zum Glück nur eine Stunde davon entfernt! Und im Winter war ich noch nie dort.
Ich freute mich schon länger darauf und wartete nur noch auf das ideale Wetter.
Soll heißen: Schnee und Sonnenschein. Wie das aber so ist, ist das Wetter in Deutschland selten so, wie man es gerne hätte. Also freute ich mich darauf, dass wenigstens die Sonne herrlichst schien, auch wenn der Schnee im Tal längst wieder weggetaut war.

Hier ein Bild mit Schnee, welches ich von wikipedia habe. Danke an den Fotograf Diego Delso! Da die Marienbrücke im Winter oft gesperrt ist, konnte ich leider nicht auf diese Seite, um das Schloss zu fotografieren.

Diego Delso, delso.photo, License CC-BY-SA

Aber von dieser Seite schaut es auch ganz gut aus, oder?

Blick vom Kutschparkplatz.

Das ist der Blick von der Stelle aus, bis wohin die Kutschen fahren können.

Da es immer mühsam ist, alle Infos zusammenzusuchen, habe ich hier für euch die wichtigsten aufgeschrieben:

Anfahrt mit dem Zug

Von München aus fährt jede Stunde ein Zug nach Füssen und jeder zweite ist sogar eine Direktverbindung ohne Umstieg. Egal ob direkt oder mit umsteigen, die Fahrdauer beträgt immer ca. 2 Stunden. Anschließend fährt entweder der Bus Nr. 78 oder 73 weiter Richtung Schloss. Fahrtdauer: 8 Minuten.

Anfahrt mit dem Auto

Mit dem Auto benötigst du 1 Stunden und 45 Minuten von München aus. Übrigens eine sehr schöne Strecke. Je näher ihr an die Alpen kommt, desto schöner.
In Google Maps gibst du einfach "Schloss Neuschwanstein" ein und wirst bis zum Parkplatz geführt.
Man kann auch "Füssen, Colomanstraße" eingeben und bis zum Ende fahren, wo der Parkplatz ist. Zudem sind die Schlösser ab kurz vor Füssen ausgeschildert.
Parken kostet derzeit 6 Euro pro Tag.

Eintrittskarte

Die Eintrittskarte für das Schloss, sofern du es von innen besichtigen möchtest, reservierst du am besten online. Denn die Schlangen sind lang, auch im Winter. Zudem kann es sein, dass bereits Mittags alle Karten ausverkauft sind. Hier kannst du online reservieren: KLICK
(Nur mit Kreditkarte und bis zwei Tage im Voraus möglich -> bis 15 Uhr)
Die Tickets müssen dann im Ticket Center Hohenschwangau abgeholt werden und nur am Besuchstag. Dafür gibt es einen seperaten Schalter, welcher "reservierte Tickets" heißt.
Öffnungszeiten des Ticket Centers im Winter: 8 - 15 Uhr.
Adresse: Alpseestr. 12 in Hohenschwangau (beim Parkplatz).

Bitte beachte, dass du anschließend noch zum Schloß gehen mußt, dort ist dann der Beginn der Führung. Es gibt übrigens nur Führungen. Und gehe von einer Massenabfertigung aus, das Schloss ist sehr sehr beliebt.

Ich habe mir übrigens kein Ticket geholt, da das Schloß von außen schon so wunderschön ist und die Aussicht atemberaubend.

Weg zum Schloß

Direkt beim Ticket Center beginnt auch schon der Weg zum Schloß. Man benötigt ca. 30-40 Minuten zu Fuß und wird immer wieder mit einer schönen Aussicht auf das Tal belohnt.

Man kann auch mit der Pferdekutsche fahren (Hinfahrt: 4,50 Euro, Rückfahrt: 2 Euro).
Die Kutschen fahren bis fast zum Schloß, den restlichen Weg (5 Minuten) geht man anschließend zu Fuß. Das Bild oben habe ich von dem Parkplatz der Kutschen aus gemacht. So nah ist man dem Schloss dann schon. Fahrtzeit: 10 Minuten.
Auf der Internetseite vom Ticket-Center steht zwar, dass mit der Wintersaison der Kutschbetrieb eingestellt wird, aber im Januar fuhren welche bei gutem Tauwetter.

Hier die offizielle Seite des Schlosses: KLICK

Übrigens ist gleich in der Nähe das Schloß Hohenschwangau, welches auch einen Besuch wert ist.

Marienbrücke

Die berühmte Brücke (auch Pöllatbrücke genannt) ist hinter dem Schloß und im Winter leider oft gesperrt.
Sollte sie geöffnet sein, nimmt man vom Parkplatz aus am besten den Pöllatweg zur Gipsmühle und von da aus zur Pöllatschlucht und weiter zum Schloss. Beim Schloss der Beschilderung "Marienbrücke" folgen.

Oder man geht den normalen Weg zum Schloss und anschließend zur Marienbrücke.
(Ist ab dem Schloß ausgeschildert.)

Pöllatschlucht

Vom Parkplatz aus den Pöllatweg nehmen bis zur Gipsmühle und dann rechts zur Pöllatschlucht gehen.

Leider ist die Schlucht im Winter oft gesperrt.

Tegelberg

Wollt ihr anschließend noch etwas Schönes unternehmen?
Der Tegelberg ist in der Nähe des Schlosses (3 km zu Fuß, 4 km mit dem Auto) und im Winter kann man schön mit der Tegelbergbahn zum Gipfel fahren. Dort ist ein Restaurant mit wunderwundervoller Aussicht und Liegestühlen zum Sonnen.

Hier die Aussicht auf die weißen Berggipfel:




Wir sind um 14.30 Uhr hochgefahren und ich muß sagen, es ist einer meiner Lieblingsorte.
Solch einen herrlichen Ausblick hatte ich schon lange nicht mehr.
Im Restaurant gibt es warme Speisen sowie Kaffee und Kuchen (Selbstbedienung mit Kasse).
Anschließend kann man dort spazieren gehen. Im Winter liegt Schnee!

Um 16 Uhr fährt die letzte Seilbahn wieder runter.
Hier die Aussicht um kurz vor 16 Uhr:





Man kann natürlich auch hochwandern oder herunter (oder beides), das empfehle ich aber eher im Sommer, da im Winter die Wanderwege oft wegen Lawinengefahr gesperrt sind. Es sind einfach ca. 8 km und 4 Stunden zum Wandern. Du kannst bei google "Tegelberg wandern" eingeben, es gibt gute Seiten mit Wanderwegen. Im Tal ist ein Parkplatz und daneben eine Sommerrodelbahn (die, wie der Name schon sagt, im Sommer geöffnet ist.) Dort kann man im Winter aber daneben Schlitten fahren und ein bischen Ski. Hier der Link zur Tegelbergbahn mit Wanderinfos: KLICK

Habt ihr Tipps für Wanderungen in den Alpen? Wenn ja, dann her damit :)

Eure Tatjana <3

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14. Januar 2018

Isländischer Karamellkuchen - Rezept zum Backen







Passend zum Thema habe ich mal wieder ein isländisches Kuchenrezept entdeckt. :) Diesmal auf dem bezaubernden Blog Backerella.de von Linn, einer Hamburger Deern, welche auch für ihr Leben gern backt.

Das tolle an dem Rezept ist, dass man nicht viele Zutaten braucht. Nur eine Backform, die in der Mitte erhöht ist. So dass das Karamell nicht abfließen kann. Hatte ich nicht und habe es mit meiner Quicheform probiert. Dann den fertigen Boden umgedreht und in einen Kuchenteller gelegt, der fast zu klein für den Kuchen war. So haben sich die Ränder leicht nach oben gebogen. Zudem ist das Karamell nur noch zähflüssig, wenn du es darüber gießt. Aber perfekt wäre natürlich eine Form, bei der Boden so wird, wie bei den gekauften Biskuitböden.

Zutaten für eine Form mit 26 cm Durchmesser:

Für den Boden:

3 Eier
3 EL warmes Wasser
90g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
90g Mehl
etwas Butter oder Öl für die Form

Für die Karamellfüllung:

200ml Sahne
120g Zucker
1 TL Zuckerrübensirup


Ofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Zuerst fettest du die Kuchenform ein. Dann siebst du das Mehl in eine Schüssel. In einer zweiten Schüssel verrührst du die Eier mit dem warmen Wasser solange, bis es schäumt. Gebe nach und nach langsam den Zucker und den Vanillezucker sowie die Prise Salz dazu. Zuletzt das Mehl langsam unterrühren und alles in die Form geben.
Für 15 Minuten in den Ofen schieben.

Währenddessen kannst du die Karamellfüllung zubereiten. In einem Topf erhitzt du die Sahne, den Zucker und das Zuckerrübensirup. Lasse es solange köcheln, bis es dickflüssig ist und du mit dem Kochlöffel Spuren ziehen kannst. Derweil immer wieder umrühren. Das kann ca. 5-10 Minuten dauern. Anschließend gibst du die Füllung auf den Boden.

Ich habe den Kuchen am Vortag zubereitet, so dass ich ihn gut anschneiden konnte.

Fertig :)

Habt einen schönen Sonntag!

Eure Tatjana <3




12. Januar 2018

Isländisch lernen - Vergleichen von Büchern & DVDs - Teil 3



Heute komme ich zum dritten und letzten Teil meiner Vorstellung von Sprachlehrbüchern/-DVDs über die isländische Sprache.
Das folgende ist sozusagen das Buch, welches ich gesucht habe. Eines mit Geschichten, Bildern, Übungen usw. Aber auch hier will ich am Anfang nicht zuviel verraten.

Es handelt sich um "Isländisch für absolute Anfänger" von Stefan Drabek und dem Schmetterling Verlag.



Zielgruppe: 

Für Anfänger, welche selbständig lernen möchten.


Lernziel:

Ziel ist es, in Island als Tourist sprachlich zurechtzukommen.


Methode:

Ihr könnt mit Hannah und Michael Island bereisen und dabei Isländisch lernen. Hannah kommt aus dem Land und bringt Michael die Sprache bei. Es gibt 32 kurze Kapitel, welche immer mit den beiden zu tun haben. Zuerst wird erzählt, was die beiden erleben, woraufhin Hannah Michael anschließend ein paar Sätze beibringt, welche man nachsprechen, lesen und anhören kann.
Des weiteren gibt es jedes mal eine Wörterliste zum lernen und einen Text zur Lektion.
Abschließend wird die Grammatik des Kapitels erklärt.

Mithilfe des Übungsbuches kann man Wörter und Grammatik spielerisch üben.


Vokabeln & Ausprache:

In jedem Kapitel gibt es eine Liste mit wichtigen Vokabeln zum lernen.
Diese kann man sich auch anhören und die Aussprache kennenlernen.
Die Wörter werden übrigens immer von einem Mann und einer Frau gesprochen.


Grammatik:

Die Grammatik wird gut erklärt und mithilfe des Übungsbuches kann man sein Wissen prüfen.


Gestaltung:

Das Buch enthält viele schwarz-weiß Bilder.


Lernort:

Überall.


Bedienbarkeit:

Einfache Bedienung.


Spaßfaktor: 

Mithilfe von Hannah und Michael sowie den Bildern und Übungen macht es Spaß zu lernen.


Mein Fazit:

Für mich der Favourit der drei Medien, weil mit einer durchgehenden Geschichte, vielen Bildern und Übungen. Die Grammatik wird zudem gut erklärt. Großes Lob an den Autor Stefan Drabek!
Einzig die weibliche Stimme auf der Audio-Datei zur Ausprache klingt nicht so schön wie die auf der DVD in Teil 1. Aber das ist Geschmackssache.



Das Buch kann man für 22,80 Euro beim Schmetterling Verlag bestellen (ISBN-Nr.: 3896578103).
Dazu gibt es das Übungsbuch für 19,80 Euro (ISBN-Nr.: 389657812X) und die MP3-Datei mit den Hörübungen zum Download für 12 Euro (ISBN-Nr.: 3896578111).


Alle drei Medien sind für sich sehr gut. So kann sich jeder das aussuchen, was für ihn am besten passt.
Der eine kann besser am PC lernen, der andere mit Übungsbuch und dem dritten reicht das kleine Büchlein für die Handtasche.

Hier nochmal alle drei Möglichkeiten im Überblick:

1. Die DVD zum XXL-Isländisch Paket für den PC.
2. Das Buch für die Handtasche, welches alles sehr einfach erklärt: "Isländisch Wort für Wort".
3. Das Sprachlehrbuch mit Geschichten und Bildern sowie Übungsbuch: "Isländisch für absolute Anfänger".

11. Januar 2018

Isländisch lernen - Vergleichen von Büchern & DVDs - Teil 2


Letztes mal habe ich euch eine DVD vorgestellt. Heute ist ein Buch an der Reihe. Als ich das gefunden habe, dachte ich mir, dass ist es. Es hat einen großen Vorteil: der Autor erklärt alles sehr vereinfacht, so dass jeder versteht, was gemeint ist. Aber ich will euch nicht zuviel auf einmal verraten..

Es handelt sich um das Buch "Isländisch - Wort für Wort" von Richard H. Kölbl und dem Verlag Reise Know-How.



Zielgruppe: 

Für Anfänger, welche selbständig lernen möchten.


Lernziel:

Ziel ist es, mit den Leuten des Landes ins Gespräch zu kommen und sich unterwegs zurechtzufinden.


Methode:

Es werden die wichtigsten Vokabeln zur Verständigung vorgestellt.
Die Grammatik wird sehr verständlich erklärt.
Anschließend gibt es einen Kurz-Knigge über Island und wie man sich dort am besten verhalten und verständigen sollte. Mit vielen Beispielsätzen und grammatikalischen Erklärungen.


Vokabeln & Ausprache:

Nach jedem Wort/Satz wird diese/s in der Lautschrift wiederholt. Man kann die Vokabeln auch als MP3 herunterladen und sich anhören.
Mit dem Buch lernt man ca. 900 Wörter.


Grammatik:

Da die isländische Grammatik sehr kompliziert ist, wird sie in dem Buch sehr sehr einfach erklärt. So einfach, das wirklich jeder mitkommt. Das hat mir am Anfang sehr geholfen.
Unter jedem Satz wird nach einem Satz in Lautschrift dieser Wort für Wort übersetzt.
In der vierten Zeile übersetzt der Autor den Satz dann korrekt in die deutsche Sprache.
Leider gibt es dazu keine Übungen. Das ist das einzige was ich vermisst habe.


Gestaltung:

Es gibt Umklappkarten, in denen die wichtigsten Vokabeln für eine Islandreise aufgelistet sind.
Das Buch ist schön klein und handlich, so dass es in jede Handtasche passt.


Lernort:

Überall. Die Wörter können mit einem MP3-Player oder mit dem Handy unterwegs abgehört werden.


Bedienbarkeit:

Einfache Bedienung.


Spaßfaktor: 

Die einfachen Erklärungen und die Handlichkeit des kleinen Buches.


Mein Fazit:

Ich kann mich nur wiederholen: Die Grammatik wird supereinfach erklärt und die Ausprache der Wörter kann man gut mithilfe der Lautschrift lernen. Mit dem Buch lernt man schnell das nötigste, um sich in Island ein bischen unterhalten zu können. Mehr aber auch nicht. Für alle, die die Sprache genauer kennenlernen wollen, lohnt es sich, sich danach ein weiteres Buch/DVD zuzulegen, welches mehr in die Tiefe geht. Es gibt zudem keine Übungen zur Grammatik.
Es ist also genau das Richtige für diejenigen, die einmalig für 1-2 Wochen in Island Urlaub machen und für alle, die sich mit der Grammatik schwer tun.

Das Buch kann man für 9,90 Euro beim Reise Know-How Verlag bestellen (ISBN-Nr.: 978381764143).

Den Aussprache-Trainer kannst du dort für 5,99 Euro als MP3-Datei herunterladen oder als CD für 7,90 Euro bestellen.

HIER kannst du einen Blick ins Buch werfen.

Eure Tatjana <3

7. Januar 2018

Isländisch lernen - Vergleichen von Büchern & DVDs - Teil 1


Wie ihr unschwer feststellen konntet, hat es mir in Island gut gefallen. Da ich die Kultur sehr spannend finde, dachte ich mir vor ein paar Monaten, könnte ich doch auch die Sprache lernen.
Nur ist das garnicht so einfach. 

Zum einen weil sie mindestens so schwer ist wie die deutsche Sprache, zum anderen weil es im Moment noch nur wenig gute Möglichkeiten und Medien dafür gibt.
Das erste Buch, was ich in der Hand hielt, war ziemlich enttäuschend: 
Text, keine Bilder, trockene Erklärungen, welche vielleicht ein Lehrer oder Hochschulstudent verstanden hätte, aber nicht jemand, der seit 15 Jahren out of school ist. 
Da muß es doch noch was anderes geben, dachte ich mir. Einfach erklärt, mit Bildern, so wie man das von der Schule her kennt.

Also habe ich mich für euch auf die Suche gemacht. Es war nicht einfach. Denn wer will schon isländisch lernen? Eine Sprache, die gerade mal 350.000 Personen sprechen?
Aber ich habe tatsächlich drei Medien gefunden, die für Anfänger gut geeignet sind: zwei Bücher und eine DVD.
Diese möchte ich euch vorstellen und miteinander vergleichen.
Den Anfang macht diese DVD:


Es handelt sich um das "Isländisch-XXL-Paket" mit Langzeitgedächtnis-Lernmethode von www.sprachenlernen24.de. Das Paket beinhaltet eine DVD, welche Windows, Mac und Linux kompatibel ist.


Zielgruppe: 

Für Anfänger, welche selbständig lernen möchten.


Lernziel:

Ziel ist es, die Niveaustufen A1 bis B2 des Europäischen Referenzrahmens zu erreichen.


Methode:

Vokabeln lernt man mit einer Langzeitmethode (mehrere Wiederholungen) und man kann auswählen, wie man sie lernen möchte: per Texteingabe, per Blitzwiederholung oder per Multiple Choice (das richtige Wort anklicken). Währenddessen wird eine entspannte Hintergrundmusik abgespielt, die das Lernen erleichtern soll. Diese kann man aber auch ausschalten. Zu jeder Vokabel erscheint ein Bild, damit man es sich besser merken kann.

Die Grammatik lernt man, in dem man die Tagesaufgaben anklickt. Man kann aber auch ohne Tagesaufgaben eigenständig lernen.
Für die Tagesaufgaben bekommt man Lernmeilen. Ab einer bestimmten Zahl erreicht man die nächste Stufe.

Man kann am Ende eines Lerntages seine Lernmeilen ohne Registrierung online abspeichern. So kann man von einem anderen Rechner aus weiterlernen oder aber sich mit anderen vergleichen.
Oder sogar mit anderen zusammenlernen. Man sieht, in welcher Stadt die anderen lernen.
Wenn man möchte, kann man auch ohne diese Möglichkeit arbeiten.

Es gibt ein "Insider"-Forum, in welchem man sich austauschen oder Fragen stellen kann. Lesen kann man alle Einträge sofort und antworten ab dem 4. Lerntag.


Vokabeln & Ausprache:

Nach dem einmaligen Einstufungstest fängt man automatisch bei der Stufe an, die für einen geeignet ist. Jeden Tag kann man auswählen, wie lange man lernen möchte.
Anschließend wird ein deutsches Wort gezeigt und man kann anklicken, ob man das isländische Wort bereits kennt oder nicht. In beiden Fällen wird das Lösungswort gezeigt und von einer Frauenstimme nachgesprochen. Nach einer bestimmten Anzahl von Wörtern erscheint ein Fenster und man hört nochmal die zu lernenden Wörter auf isländisch. Diese soll man dann wieder erraten/lernen (Wiederholung).

Anschließend bekommt man eine Textaufgabe, bei welcher man Texte auf isländisch vorgelesen bekommt. Die deutsche Übersetzung kann man rechts nachlesen.

Es gibt zudem Karteikarten zum ausdrucken. Und man kann anhand eines Diktates lernen.


Grammatik:

Nach der Textaufgabe soll man sich ein Grammatikthema durchlesen. Diese Themen sind schön kurz, damit man nicht überfordert wird. Sie werden auch genau erklärt. Allerdings muß man schon wissen, was mit "Dativ plural" oder "flektieren" gemeint ist. Da aber alles nach und nach erklärt wird, lässt sich auch das herausfinden. Es gibt zudem den Menüpunkt "Glossar". Hier sind alle wichtigen Wörter und Fachbegriffe, wie Dativ, Affix, Diminutiv usw. erklärt.


Gestaltung:

Vokabeln: Zu jedem Wort wird ein Bild angezeigt.
Grammatik: keine Bilder.


Lernort:

An einem PC oder Laptop.


Bedienbarkeit:

Nachdem man sich die Einleitung durchgelesen hat (ist recht kurz), ist alles einfach zu bedienen.


Spaßfaktor: 

Verschiedenen Lernarten, eine entspannende Hintergrundmusik. 
Man wird gelobt, wenn man sich an ein Wort erinnert.
Man verdient sich Lernmeilen und kann sich mit anderen austauschen, wenn man möchte.


Mein Fazit:

Mir gefällt die entspannende Hintergrundmusik beim Vokabeln lernen sehr gut. Zudem ist die Stimme, welche die Vokabeln spricht, sehr angenehm und deutlich. Sie motiviert mich am meisten.
Man ist allerdings an einen PC/Laptop gebunden und die Grammatik wird zwar verständlich erklärt, man muß aber erstmal herausfinden, was zb "Dativ Plural" bedeutet oder was "Flexion" heißt.


Das "Isländisch-XXL-Paket" kann bei sprachenlernen24.de für 87 Euro erworben werden.
Dort gibt es übrigens auch einen Sprachkurs für Kinder, die isländisch lernen möchten.
Man kann auch erstmal nur den Basiskurs für 29,95 Euro kaufen.
Es gibt dort für alle Möglichkeiten kostenlose Demo-Versionen zum anschauen.

Seit gespannt auf Teil 2!

Eure Tatjana <3





3. Januar 2018

Im Winter mit Low Budget nach Island



Meine Lieben! Ich hoffe, ihr hattet einen guten Rutsch ins neue Jahr! Wusstet ihr, dass das Rutsch früher auch für Reise benutzt wurde? Damals wünschte man sich vor jeder Reise und auch an Silvester einen guten Rutsch.

Apropos Reise!
Vor kurzem habe ich euch von Hanife berichtet: KLICK
Sie hat ein paar Monate in Kanada verbracht und bekam Anfang Dezember die Gelegenheit einen Stopover in Island einzulegen.


Hanife, hier noch in Kanada

Wie ist es ihr ohne Auto, ohne Hotel und mit wenig Geld im winterlichen Island ergangen? Ich habe sie gefragt:


Alle Bilder von Hanife Örki

Nach der langen Zeit in Kanada warst du jetzt kurz in Island. Wieviele Tage waren es genau?

Ich war 8 Tage auf Island. Ich habe dem 7 Nächte Stopover also vollständig genutzt.

Was war dein erster Eindruck von Island?

Den ersten Eindruck hatte ich gleich vom Flugzeug aus. Es war zwar dunkel, da 6:00 Uhr morgens, aber ich konnte durch den Vollmond den Atlantik an der Küste schimmern sehen. Nach der Landung wehte mir einen angenehm frischer Wind entgegen. Ich fühlte mich sofort wohl.

Und was dein letzter?

Mein letzter Eindruck war ebenfalls morgens früh als ich mit dem Bus zurück zum Flughafen gefahren bin. Ruhig. Freundlich. Aber trotzdem verhalten würde ich sagen.

Wo hast du übernachtet?

Ich habe bei Leuten zu Hause übernachtet, über Couchsurfing. Die erste Nacht war ich bei einem indischen Arzt in Reykjavik, der seit einem Jahr in Island lebt, die letzten sechs Nächte habe ich bei einem netten Isländer in Kópavogur verbracht.

Hast du eher Isländer oder eher Touristen kennengelernt? Wie waren sie so drauf (beide)?


Für mich gibt es irgendwie einen Unterschied zwischen “normalen”Touristen (diese, welche einfach ein Hotel und Touren über Veranstalter buchen und so weiter) und Reisenden. Ich bin vielen Reisenden begegnet, die von überall aus der Welt kommen und in Hostels schlafen oder Couchsurfing machen. Außerdem habe ich einige Isländer getroffen, Vor allem in den Pools, und auch Menschen die aus anderen Ländern (meist Schweden, Norwegen, Dänemark) kommen und vorübergehend in Island arbeiten.
Touristen begegnet man natürlich auch zwangsläufig wenn man die Umgebung erkundet und z.B. den Golden Circle macht. Wirklich kennen gelernt habe ich diese aber nicht. Alle Reisenden waren sehr offen, was meistens so ist und sehr unterschiedlich; Ich habe Amerikaner, Kanadier, Kolumbianer, Deutsche etc. kennen gelernt. Die Isländer an sich fand ich meist erst zurückhaltend aber doch freundlich wenn auch auf kurz angebunden. In den Hot Tubs war das aber ganz anders, dort waren sie sehr, sehr redselig. Allgemein würde ich sagen, dass ich nach einer Woche nicht wirklich einschätzen kann, wie die Isländer wirklich drauf sind, sie aber sehr spannend finde.

Du hast zwischendurch mal gefragt, wo man in Reykjavik abends gut weggehen kann. Bist du fündig geworden?

Leider nicht, da ich kein großer Alkohol Trinker bin. Ich hatte ein paar Veranstaltungen gefunden, unter anderem, wo es Livemusik geben sollte, als wir jedoch da waren fand dies nicht statt. Auch ein anderes Event viel aus, weil der Laden geschlossen war. So saßen wir im Dubliners herum, wo sehr viel Bier getrunken und Fußball geschaut wurde. Für mich nicht unbedingt das Highlight meines Urlaubes. Aber darum ging es mir auch nicht. Ich hätte einfach gerne etwas lokale Künstler gehört. Da ich aber nicht übers Wochenende abends unterwegs war, ist das glaube ich auch schwieriger.

Hast du Mitfahrgelegenheiten für Ausflüge gefunden?

Ja, sogar dreimal und jedes Mal wollten die Fahrer kein Geld für die Fahrt. Ich habe zweimal den Gorden Circle gemacht (mit verschiedenen Leuten. Das erste mal direkt nach meiner Ankunft in Island bei Sonnenschein und ohne Schnee, war aber eher ein “aussteigen und Fotos machen”, das zweite dann Mal richtig bei Schnee und Eis mit Wandern durch den Píngvellir Nationalpark und wir haben noch einen Wasserfall (Seljalandsfoss) drangehängt. Außerdem bin ich mit dem Fahrrad meines Gastgebers herum gefahren und am Elliðaárdalur gewandert und war einmal beim Hot River Reykjadalur, wo wir jedoch einen Schneesturm geraten sind, sodass wir dort nicht baden konnten.


Und was hast du alles anschauen können? Hat es dir gefallen?


Wie gesagt Geysire, heiße Quellen, das Meer, Trails und einmal ein bisschen die Stadt, die Harpa und so.
Alles war wundervoll, die Stadt reizt mich jetzt nicht aber sie ist auch angenehm und es ist toll die Berge und das Meer immer in Blickweite zu haben. Ich bin doch sehr naturverbunden.

Was hat dir in Island am besten gefallen?


Diese ursprüngliche Natur, das Grün des Mooses. Das Schwimmen in den normalen Schwimmbädern, da diese unter freiem Himmel sind. Das kurze Baden im Atlantik (Nauthólsvík). Und und und..

Was hat dich in Island enttäuscht?


Nichts, da ich nichts erwartet habe. Gerne hätte ich auch dort Nordlichter gesehen und Wale aber was soll man in einer Woche bei Low Budget erwarten. Es gab Nordlichter, die hab ich aber verpasst, da ich im Dubliners war.

Ich möchte unbedingt im Sommer noch einmal wieder kommen. Um mehr zu wandern. Und draußen zu schlafen.


Was war dein lustigstes Erlebnis?

Mit einem Amerikaner im Schneesturm stehen. Ich habe die Macht der Natur genossen. Er holte sein I Pad raus und dreht manisch schreiend eine Art Aktionfilm für seine Freunde, als ob wir gleich sterben würden. Lustig. Und traurig. Zugleich.




Hast du Insidertipps?


Unbedingt in ein Schwimmbad weiter draußen gehen, das ist nicht touristisch und man hat seine Ruhe. Wer möchte kann dort locals kenne lernen. Ich war in Kópavogur mehrmals schwimmen.

Und mit dem Rad die Umgebung erkunden ist super, es gibt gute Radwege. Einkaufen: bónus Supermarkt ist günstig, ich habe meist Reis, Hülsenfrüchte und gefrorenes Gemüse gekocht, das ist nicht teurer als bei uns. Und es gibt tolle vegane Reis-Nussmilch, die sogar günstiger ist als hier.


Wie war das Wetter Anfang Dezember?

Ich fand es super. Es lag zwischen 5 Grad bei meiner Ankunft und -5 bei der Abfahrt. Sonne, Wolken, Schnee, Wind, alles dabei.

Kann man bei diesem Wetter gut Ausflüge machen? Was sollte man dabei beachten?

Ja kann man. Kann man immer. Es kommt aber darauf an, was man gewohnt ist. Gute Handschuhe, Schal und Mütze sind Pflicht. Manchmal hätte ich mir eine gute Windjacke gewünscht. Und Spikes an den Schuhen wären fabelhaft gewesen, da es sehr glatt werden kann. Und versucht nicht, im Schneesturm draußen zu pinkeln...

Wann ging die Sonne auf und wann wieder unter? (Erste Dezemberwoche)

Um 11 bis 15:30Uhr. Aber hell genug ist es ab 10 bis halb fünf.



Was für Unterschiede gibt es zwischen Yukon und Island?


Ganz andere Menschen. Die Kanadier sind super offen und man kann nirgendwo, wo Menschen sind, allein sein ohne im ein Gespräch verwickelt zu werden. In Island hast du deine Ruhe, wenn du das denn willst.

Dann ist der Yukon natürlich kälter aber dafür auch trockener. Im

Yukon ist alles etwas simpler, nicht so modern, größer. Die Natur ist ganz anders. Viel Wald. Hohe Berge. Trotzdem hat mich die hügelige, moosige Landschaft Islands in ihrer Ursprünglichkeit mehr angesprochen. Und ich mag es, dass es alles so überschaubar ist. Weit und überschaubar zugleich. Und alle baden so gerne wie ich 🙂

Möchtest du abschließend noch etwas sagen?


Island ist traumhaft. Aber man muss auch Wind und Kälte mögen.

Na dann bist du nun auch vom Island-Virus angesteckt worden :) Vielen, vielen Dank für die Beantwortung der Fragen! Es ist sehr spannend zu erfahren, wie Reisende Island empfinden und was sie erleben.

Die Bilder hat alle Hanife während ihres Aufenthaltes in Island gemacht. Wer möchte, hier ist der Link zu ihrem Blog: https://reiseroutenwordpresscom.wordpress.com/

Eure Tatjana<3