14. Juli 2018

Bester Marmorkuchen: supersaftig und mit viel Schokolade


Lange habe ich nach einem guten Marmorkuchenrezept gesucht.. Er sollte supersaftig sein und auf der Zunge zergehen. Denn es gibt nichts deprimierenderes als in einen trockenen Kuchen zu beißen. Für mich zumindest..

Und nun bin ich fündig geworden! Meine Kollegen durften natürlich probieren und waren auch der Meinung, dass er sehr saftig ist.

Da er nun alle Tests bestanden hat, darf er auf den Blog ;)
Mein ultimatives Rezept für saftigen Marmorkuchen..

Was ihr dafür benötigt:

250g Butter, zimmerwarm
250g Puderzucker
350g Mehl
1 Pk. Backpulver
4 Eier
250ml Milch
1Pk Vanillezucker
2 EL Backkakao
100g Zartbitterschokolade

für den Guß:
100g Zartbitterschokolade

Den Ofen auf 175 Grad vorheizen (Ober-/Unterhitze) und die Backform einfetten (Kastenform).

Die Butter mit dem Puderzucker verrühren, die vier Eier nach und nach dazugeben und weiterrühren. In einer zweiten Schüssel das Backpulver und das Mehl vermischen und abwechselnd mit der Milch in die erste Schüssel geben. Ist ein schöner Teig entstanden, dann teilst du diesen auf zwei Schüsseln auf und gibst in die eine Schüssel den Vanillezucker und erhitzt für die andere die Schokolade in einem Wasserbad oder langsam in der Mikrowelle. Diese in die zweite Schüssel geben sowie den Backkakao.
Die beiden Teige in die Backform geben und mit einer Gabel ein Muster machen. Für 50-60 Minuten in den Ofen schieben.
Nach 15 Minuten Backzeit mit einem Messer einmal längs oben einschneiden.
Nach einer Stäbchenprobe den Kuchen aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Für den Guß die Zartbitterschokolade erwärmen und den Kuchen damit bestreichen.

Fertig!

Eure Tatjana <3

Ihr habt auch ein perfektes Rezept für einen einfachen oder klassischen Kuchen und ich soll es für euch auf dem Blog ausprobieren? Dann schreibt mir das Rezept per E-Mail (wiesenknopfschreibselei@web.de).

Die Kommentarfunktion mußte ich leider wegen des DSGVO abschalten. Du hast eine Lösung für mich? Dann würde ich mich auch über eine E-Mail (wiesenknopfschreibselei@web.de) freuen.




7. Juli 2018

Eine Reise nach Kolumbien


Eine liebe Freundin von mir, Anja, ist nach Kolumbien gereist und hat dort Urlaub gemacht. Ihre anschließenden Erzählungen haben mich so begeistert, dass ich sie gefragt habe, ob sie Lust hat mir auf dem Blog auch ein paar Fragen darüber zu beantworten. Und sie hat ja gesagt!

Das ist Anja. Sie ißt gerade Arepas zum Frühstück.

Liebe Anja, du warst im Dezember in Kolumbien. Wie ist das Wetter dort in diesem Monat?

Kommt drauf an in welchem Teil von Kolumbien. In der ersten Woche waren wir im Norden von Kolumbien, im Tayronapark, da war es wirklich sehr sonnig bei ca. 30 Grad. Man kann es schon mit Hochsommer vergleichen. Allerdings zog aus dem Wald regelmäßig eine feuchte Luft auf, sodass es teilweise sehr schwül war. In der Mitte des Landes, in den Anden, war es tagsüber recht angenehm bei ungefähr 15 Grad bis hinzu 23 Grad. Jedoch hat es relativ viel geregnet, was aber wohl nicht normal ist für diese Jahreszeit.

Gibt es eine ideale Reisezeit für das Land?

Unsere Wintermonate. Da regnet es dort sehr viel weniger bis gar nicht und viele Landteile sind einfach zu passieren. Wenn man allerdings mit Regen einverstanden ist, kann man Kolumbien das ganze Jahr lang bereisen. Kolumbien hat, durch seine nahe Lage zum Äquator, keine Jahreszeiten und so hat man relativ freie Auswahl bei den Klimazonen. Grundsätzlich gilt: Je höher desto frischer!

Eine Woche hast du im Dschungel verbracht. Wo war das genau?

Wir waren im Tayrona Nationalpark. Wohl einer der schönsten Flecken der Erde, die ich bis jetzt besuchen durfte. Der Park liegt im Norden von Kolumbien an der Karibischen Küste. Im Departamento del Magdalena, und ist ein sehr großes Schutzgebiet.


Seit ihr auf eigene Faust durch den Dschungel oder habt ihr eine geführte Tour gemacht?

Beides. Empfehlen kann ich aber nur die geführte Variante. Erst recht, wenn man Tourist ist und die Tücken der Gegend nicht kennt.


Geführte Tour durch den Dschungel

Wie habt ihr die geführte Tour organisiert?

Am besten spricht man einfach die Einheimischen an. Die wissen natürlich am besten wo man was machen kann und haben, zumindest in unserem Fall, auch immer jemanden an der Hand, der die Tour führt. Hier ist allerdings fließendes Spanisch und ein wenig Verhandlungsgeschick von Vorteil. In unserem Fall sprachen wir einen Angestellten, der in den Hütten arbeitete in denen wir schliefen, an. Der hatte ein paar Kumpel, die verschiedenen Touren führten. Den Rest organisierten sie dann unter sich - wir wurden dann nur noch mit kolumbianischer Pünktlichkeit abgeholt.
Als wir durch den Dschungel ritten, haben wir einfach die Pferdetreiber, von denen wir wußten, dass sie da waren, angesprochen ob wir mit dürfen und was es kostet.

Was versteht man unter kolumbianischer Pünktlichkeit?

Darunter verstehe ich den deutschen "Scheiße ich komme viel zu spät" Zeitplan. Es passierte mehr als einmal, dass ich anfing nervös von einem Bein auf das andere zu wippen und alle um mich herum waren super entspannt.
Später erfuhr ich, dass es noch nicht so lange her ist, dass es Bushaltestellen für die colectivos Busse in Bogotá gibt. Früher mußte man einfach an der Straße stehen und einen Bus raus winken wenn einer kam, bei dem man nicht genau wußte, ob er da lang fährt und wann. Eine spannende Sache, wenn ich pünktlich in der Arbeit sein will.
Das ist jetzt zum Glück anders und geregelt. Nun gibt es Bushaltestellen. Wobei man laut Aussage vieler aus Bogotá diese Art von Bussen nicht nutzen soll.

Wieder zu eurer ersten Woche im Dschungel. Was muß man beachten, wenn man auf eigene Faust losgeht? Hattet ihr böse Überraschungen?

Man sollte das besser nicht machen, bzw. nur, wenn der Weg ausgeschildert ist und man einen guten Zeitplan hat. Denn je nachdem, in welchem Teil des Dschungels man sich befindet, kommen bei Dämmerung Viecher zum Vorschein, denen man besser nicht begegnet. Zum Beispiel Krokodile.. so geschehen in unserem Fall. Das ist dann wirklich kein Spaß und den Adrenalinkick nicht wert. Wir haben allerdings nachts mehrere Einheimische gesehen, die über die hohen Steine am Strand entlang mit ihren Taschenlampen gewandert sind. Wenn man nachts durch den Dschungel möchte, dann kann man sie bestimmt ansprechen, ob man mit könnte.

Das Schild warnt vor freilaufenden Krokodilen

Wohin bist du anschließend gereist?

Anschließend sind wir zurück nach Bogotá geflogen, um da den Rest der Zeit zu verbringen. Bogotá ist die Hauptstadt Kolumbiens und liegt auf 2600m in den Anden.
Dort waren wir bei der Familie von meinem Freund untergebracht und haben immer wieder Ausflüge in der Stadt oder ins Land hinein unternommen. Zum Beispiel waren wir in Zipaquirá oder in Villa de Leyva. Beides Städte, die einen Besuch und mindestens einen Restaurantbesuch, oder einen Süßigkeitenstand wert sind ;).
Aber Bogotá selbst ist schon sehr fastzinierend! Ich habe sie als groß und bunt und kreativ kennengelernt. Aber, so fair muß man sein, auch als eine je nach Viertel sehr arme, voller Verkehr und unsichere Stadt.

Bogotá

Was ist typisch für Kolumbien?

Wenn man Kolumbianer dort auf der Straße anspricht und fragt, dann ist die Antwort vermutlich der Sombrero Vueltiao. Ein kolumbianischer Hut, der aus Palmen gemacht ist und den man an seiner markanten schwarz-weißen Farbe erkennt. Der Vater meines Freundes meinte einmal zu mir: "Wenn du irgendwo auf der Welt jemanden mit so einem Hut siehst, kommt der Hut garantiert aus Kolumbien. Anders kann es nicht sein."
Für mich ist typisch kolumbianisch: Laute Musik, die nach Kokosnuss, Rum und Sonnencreme riecht, Ajiaco, Arequipe und die Würde mit der die Frauen dort laufen.

Bogotá bei Nacht

Was hat dir am besten geschmeckt und was gar nicht?

Am besten? Wie lange hast du Zeit? ;)
Es gab unglaublich viel, was unglaublich lecker war! Allem vorweg mal das Obst und die verdammt große Auswahl davon. In der Zeit, in der ich da war, habe ich es nicht geschafft, Säfte von allen Früchten zu probieren - und ich habe täglich Saft getrunken! Auserdem Ajiaco. Es ist eine Suppe, die mit papa criolla gemacht wird.. meiner neuen Lieblingskartoffel. Pan de Yucca - ein unglaublich leckeres Brot.
Aber ehrlich.. ich liste die Sachen jetzt nur auf, weil du mich danach fragst.
Ansonsten wüsste ich nicht, für was ich mich entscheiden soll.
Anders ist es bei einer Sache, die ich nicht so mochte. Da gabe es eine: carne en polvo. Wie es der Name schon sagt: Pulverfleisch. Das Gefühl, das ich beim Essen hatte lässt sich mit einem Löffel Mehl vergleichen, den ich aus der Tüte raus in den Mund nehme. Nicht super..

Im Supermarkt



Ich habe gehört, das typische Frühstück dort ist fleischlastig?

Das würde ich so nicht pauschalisieren. Pauschal kann man eher sagen, dass Ei überall dabei ist. Und das in allen möglichen Darreichungsformen. Die spannendste von allen, fand ich, war Arepa de huevo. Das ist ein Maisfladen, der frittiert wird, dann schlägt man ein Ei rein um es anschließende wieder zu frittieren. Fettig.. aber lecker!
Ansonsten habe ich das Frühstück als sehr frisch in Erinnerung. Viel Obst, viel Ei und viel super leckerer Kaffee. Fleisch gibt es natürlich auch, jedoch habe ich es als leckere Ergänzung oft nicht so mitgeschnitten.


Welches Cafe kannst du empfehlen?

Guten Kaffee gibt es überall ;)! Ansonsten ist da eben wieder das "Bäumchen wechsel dich" Prinzip.

Vorhin hast du kurz erwähnt, dass man die colectivos Busse in Bogotá nicht nutzen sollte. Warum? Wie kommt man dort am besten von A nach B?

Die Familie meines Freundes nannte diese Busse "Fast and deadly". Und ich finde das beschreibt diese Busse auch sehr gut! Einem deutschen TÜV Beamten würden vermutlich schlagartig die Haare weiß werden beim Anblick dieser Busse. Es gibt allerdings eine andere Buslinie, die "TransMilenio", die man getrost nutzen kann. Ausserdem gibt es noch Taxis. Diese sollte man aber nicht am Straßenrand raus rufen, wenn man eines nutzen möchte. Das ist viel zu unsicher. Taxis lassen sich aber ganz einfach "bestellen" oder als Alternative ruft man sich ein Uber. Oder man fährt mit dem eigenen Auto.

Du hast Weihnachten und Silvester in dem Land verbracht. Wie feiert man die beiden Tage dort?

Kolumbien ist ein katholisches Land, deswegen unterscheiden sich die Weihnachtsbräuche nicht gravierend zu unseren. An Heiligabend kam es mir allerdings mehr wie das Warten auf Neujahr vor. Man wartete bis Mitternacht, bis sich alle "feliz navidad" wünschten und die Geschenke verteilt wurden. Bis zu dem Punkt kam es mir ähnlich vor wie unser Weihnachten: Essen, Trinken, beisammen sein. Nur eben in Südamerikanischer Variante mit viel Musik, 20 Grad Außentemperatur und frischen Mangos auf dem Tisch.
Wirklich beeindruckt hat mich ausserdem die Kreativität der Weihnachtsbäume. Da es dort keine Tannen gibt, habe ich neben den Standart Plastikweihnachtsbäumen Exemplare aus Backsteinen in Santa Marta und Stühlen in Bototá gesehen.
An Silvester wurde getanzt, getanzt und getanzt. Kaum hatte die Band zu spielen angefangen, schon war die Tanzfläche so voll, dass man kaum einen Platz bekam. Zu Mitternacht gab es einen ganz herzlichen Brauch: Man bekam 12 Trauben. Jede Traube stand für einen Wunsch für einen Monat im neuen Jahr. Wenn man sie aß, durfte man sich etwas wünschen. Und das Faszinierende: Als wir dann vollkommen platt nach Hause kamen, habe ich immer noch Menschen in ihren Wohnungen gesehen, die zu Musik tanzten.

Villa de Leyva

Villa de Leyva

Zipaquira

Was kannst du abschließend über Kolumbien sagen?

Als ich in Kolumbien landete, sagte der Vater meines Freundes zu mir, dass es sehr leicht ist, sich in dieses Land zu verlieben und ich am Ende nicht mehr weg möchte.
Kolumbien ist landschaftlich wie klimatisch so unglaublich vielfältig und hat natürlich den "Extra Exotik Bonus Punkt", sodass vermutlich jeder nicht anders kann, als sich dort wohl zu fühlen. Die Menschen dort sich extrem zuvorkommend, das Essen und der Kaffee sind verdammt lecker und gegrillte Bananen muss jeder mal probiert haben. Abschließend muss ich sagen: Der Vater hatte Recht. Ich habe mich gleich verliebt!


Ganz lieben Dank für die Beantwortung der Fragen und die vielen schönen Bilder!
Wer möchte, Anja ist bei Instagram: www.instagram.com/_anni.ja_ 

Eure Tatjana <3


Ihr habt Fragen zu Kolumbien? Dann schreibt mir eine E-Mail (wiesenknopfschreibselei@web.de), die ich gerne beantworten werde.

Leider mußte ich aufgrund des DSGVO die Kommentarfunktion deaktivieren. Du hast eine Lösung gefunden? Dann würde ich mich freuen, wenn du mir eine E-Mail schreibst (wiesenknopfschreibselei@web.de).

30. Juni 2018

Finnischer Blaubeerkuchen

 

Nach unendlich vielen Rezepten aus Island gibt es nun auch mal eines aus Finnland! Es ist ein wunderschön leichter und fruchtiger Sommerkuchen, welchen man ohne Probleme zu einem Picknick oder mit an den See nehmen kann. 

Zutaten:

150g Brauner Zucker
1 Ei
150g Butter
300g Mehl
1 TL Backpulver
200g Magerquark
1 Ei
60g Brauner Zucker
500g Heidelbeeren

Zuerst verrührst du den Zucker mit dem Ei. Vermische in einer zweiten Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und gebe anschließend das Zucker-Ei Gemisch und die in kleine Stücke zerteilte Butter hinzu. Alles schön verkneten bis ein Teig entsteht. 

Den Backofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Nun fettest und mehlst du deine Backform gut ein und legst den Teig hinein. Verteile ihn schön, auch an den Rändern. 

Für die Füllung den Quark, das Ei und den braunen Zucker verrühren. Mische vorsichtig mit einem Löffel die Heidelbeeren darunter und gebe alles auf den Teig.

Für 30 Minuten im Ofen backen und anschließend abkühlen lassen. Erst im abgekühlten Zustand wird die Füllung fest.

Fertig :)

Eure Tatjana <3