21. Juli 2018

Niederlande - Groningen & Schiermonnikoog




Ja, die Sommerferien haben bei so manch einem bereits begonnen und ich erinnere mich gerne an unsere Reise letztes Jahr. Wir hatten beschlossen, den Niederlanden einen Besuch abzustatten.. Wegen der schönen Gärten und weil wir mal wieder ein neues Land kennenlernen wollten. Denn in den Niederlanden waren wir noch nie!
So ist das, wenn man in Bayern wohnt. ;) Von dort aus fährt man nämlich einen ganzen Tag lang..

Unser Ferienhaus in Groningen habe ich mal wieder auf airbnb gefunden und war diesmal sehr begeistert. Alleine der Ausblick von der Essecke:


Wir konnten den lieben langen Tag Boote beobachten und das war Urlaubfeeling pur. Es war ein Reihenhaus mit mehreren Stockwerken, modern eingerichtet und gemütlich. 


Kibbeling

Am nächsten Tag wollten wir zum Strand und machten den Fehler, den man nur einmal an der Nordsee macht: wir fuhren ohne Plan Richtung Meer. Als wir dann endlich dort waren, nach der Durchquerung riesiger Felder, war die Küste zubetoniert. Oben auf der Düne gab es einen schönen Fahrradweg, den man entlang fahren oder spazieren konnte. Also haben wir uns kundig gemacht und sind zum nächsten größeren Ort an der Küste gefahren: nach Lauwersoog.
Dort gab es ein Restaurant mit Meerblick und einem riesigen Schild auf dem stand:
"Kibbeling met Zeezicht"
Also übersetzt: "Kibbeling mit Meerblick". Da mußten wir hin!

Aber was ist Kibbeling nun? Das hier:


Das sind Fischfiletstücke, die mit Backteig überzogen und fritiert werden. Serviert mit Remouladensauce. Sehr lecker!
(Es ist ungefähr das Gleiche, was die Currywurst bei uns ist.)

Das haben wir auserdem gegessen:



Die Karte war auf niederländisch, also haben wir einfach mal geraten. Die Preise sind die gleichen wie in Deutschland. Bzw. wie in München ;)


Insel Schiermonnikoog

Aber wo war der Strand? Tja, den gab es zum Beispiel auf der Insel Schiermonnikoog. Dieser sollte dann auch gleich der breiteste von Europa sein. 

Da mußten wir hin! Von Lauwersoog fährt mehrmals am Tag eine Fähre hin. Dauer: ca. 45 Minuten.
Link zum Fahrplan: KLICK

Die Insel ist verkehrsberuhigt. Es dürfen also nur die Anwohner mit einem Auto fahren. Sie ist aber mit ihren 16x4 km so klein, dass man mit dem Fahrrad wunderbar von A nach B kommt.
Oder mit dem Bus. Mit diesem sind wir dann anschließend von Fährhafen zum Strand gefahren. Er fährt dafür auch durch das hübsche, kleine Dorf.

Und so schaut der Strand dann aus:


Blick nach links:


Und Blick nach rechts (im August zur besten Ferienzeit!):


Hier kann man es aushalten.. Wir hatten mit unserem 4-jährigen Sohn einen wunderschönen Tag dort und das nächste mal suchen wir uns gleich auf der Insel eine Ferienwohnung ;)


Groningen

Wobei Groningen ja auch nicht ohne ist! Das Städtchen hat viele Grachten und ein gut ausgebautes Busnetz. Das haben wir ausgenutzt und sind mit dem Bus in die Stadt gefahren.

Gegenüber vom Bahnhof ist das Groninger Museum, ein Kunstmuseum, welches auf einer Insel im Verbindungskanal liegt.


Wir sind aber schon vorher am "Grote Markt" ausgestiegen, wo das schöne Rathaus und der Marktplatz sind. Dort sind wir Richtung Bahnhof gelaufen und haben uns treiben lassen:



Es gibt hier den ein oder anderen süßen, kleinen Laden..





Gestärkt haben wir uns an einem Cafe an der Straße mit leckerem Kuchen und sind anschließend noch zu einem Indoorspielplatz gefahren (Junior wollte ja auch was von Urlaub haben..).



In der Nähe von Groningen liegen mehrere Gärten, die ich nebenbei natürlich besichtigen wollte. Dazu habe ich bereits jeweils einen Bericht geschrieben: 

- Liannes Siergrassen: KLICK







- Jakobstuin: KLICK


Wir verbrachten insgesamt fünf Tage in Groningen und fuhren anschließend weiter nach Hamburg. Darüber berichte ich natürlich auch bald :)

Hier noch ein paar Bilder des traumhaften Hafens, in dem unser Ferienhaus stand:



Gerne schicke ich euch den Link zum Ferienhaus und/oder auch einen Rabattlink für airbnb, wenn ihr dort zum ersten mal bucht (ca. 15-25 Euro). Schreibt mir dazu eine E-Mail an wiesenknopfschreibselei@web.de. Auch wenn ihr Fragen zur Reise habt, könnt ihr mir dorthin schreiben.

Eure Tatjana <3

P.S. Bald kann ich die Kommentarfunktion wieder freischalten! Ich habe eine Lösung gefunden :)

14. Juli 2018

Bester Marmorkuchen: supersaftig und mit viel Schokolade


Lange habe ich nach einem guten Marmorkuchenrezept gesucht.. Er sollte supersaftig sein und auf der Zunge zergehen. Denn es gibt nichts deprimierenderes als in einen trockenen Kuchen zu beißen. Für mich zumindest..

Und nun bin ich fündig geworden! Meine Kollegen durften natürlich probieren und waren auch der Meinung, dass er sehr saftig ist.

Da er nun alle Tests bestanden hat, darf er auf den Blog ;)
Mein ultimatives Rezept für saftigen Marmorkuchen..

Was ihr dafür benötigt:

250g Butter, zimmerwarm
250g Puderzucker
350g Mehl
1 Pk. Backpulver
4 Eier
250ml Milch
1Pk Vanillezucker
2 EL Backkakao
100g Zartbitterschokolade

für den Guß:
100g Zartbitterschokolade

Den Ofen auf 175 Grad vorheizen (Ober-/Unterhitze) und die Backform einfetten (Kastenform).

Die Butter mit dem Puderzucker verrühren, die vier Eier nach und nach dazugeben und weiterrühren. In einer zweiten Schüssel das Backpulver und das Mehl vermischen und abwechselnd mit der Milch in die erste Schüssel geben. Ist ein schöner Teig entstanden, dann teilst du diesen auf zwei Schüsseln auf und gibst in die eine Schüssel den Vanillezucker und erhitzt für die andere die Schokolade in einem Wasserbad oder langsam in der Mikrowelle. Diese in die zweite Schüssel geben sowie den Backkakao.
Die beiden Teige in die Backform geben und mit einer Gabel ein Muster machen. Für 50-60 Minuten in den Ofen schieben.
Nach 15 Minuten Backzeit mit einem Messer einmal längs oben einschneiden.
Nach einer Stäbchenprobe den Kuchen aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Für den Guß die Zartbitterschokolade erwärmen und den Kuchen damit bestreichen.

Fertig!

Eure Tatjana <3

Ihr habt auch ein perfektes Rezept für einen einfachen oder klassischen Kuchen und ich soll es für euch auf dem Blog ausprobieren? Dann schreibt mir das Rezept per E-Mail (wiesenknopfschreibselei@web.de).

Die Kommentarfunktion mußte ich leider wegen des DSGVO abschalten. Du hast eine Lösung für mich? Dann würde ich mich auch über eine E-Mail (wiesenknopfschreibselei@web.de) freuen.




7. Juli 2018

Eine Reise nach Kolumbien


Eine liebe Freundin von mir, Anja, ist nach Kolumbien gereist und hat dort Urlaub gemacht. Ihre anschließenden Erzählungen haben mich so begeistert, dass ich sie gefragt habe, ob sie Lust hat mir auf dem Blog auch ein paar Fragen darüber zu beantworten. Und sie hat ja gesagt!

Das ist Anja. Sie ißt gerade Arepas zum Frühstück.

Liebe Anja, du warst im Dezember in Kolumbien. Wie ist das Wetter dort in diesem Monat?

Kommt drauf an in welchem Teil von Kolumbien. In der ersten Woche waren wir im Norden von Kolumbien, im Tayronapark, da war es wirklich sehr sonnig bei ca. 30 Grad. Man kann es schon mit Hochsommer vergleichen. Allerdings zog aus dem Wald regelmäßig eine feuchte Luft auf, sodass es teilweise sehr schwül war. In der Mitte des Landes, in den Anden, war es tagsüber recht angenehm bei ungefähr 15 Grad bis hinzu 23 Grad. Jedoch hat es relativ viel geregnet, was aber wohl nicht normal ist für diese Jahreszeit.

Gibt es eine ideale Reisezeit für das Land?

Unsere Wintermonate. Da regnet es dort sehr viel weniger bis gar nicht und viele Landteile sind einfach zu passieren. Wenn man allerdings mit Regen einverstanden ist, kann man Kolumbien das ganze Jahr lang bereisen. Kolumbien hat, durch seine nahe Lage zum Äquator, keine Jahreszeiten und so hat man relativ freie Auswahl bei den Klimazonen. Grundsätzlich gilt: Je höher desto frischer!

Eine Woche hast du im Dschungel verbracht. Wo war das genau?

Wir waren im Tayrona Nationalpark. Wohl einer der schönsten Flecken der Erde, die ich bis jetzt besuchen durfte. Der Park liegt im Norden von Kolumbien an der Karibischen Küste. Im Departamento del Magdalena, und ist ein sehr großes Schutzgebiet.


Seit ihr auf eigene Faust durch den Dschungel oder habt ihr eine geführte Tour gemacht?

Beides. Empfehlen kann ich aber nur die geführte Variante. Erst recht, wenn man Tourist ist und die Tücken der Gegend nicht kennt.


Geführte Tour durch den Dschungel

Wie habt ihr die geführte Tour organisiert?

Am besten spricht man einfach die Einheimischen an. Die wissen natürlich am besten wo man was machen kann und haben, zumindest in unserem Fall, auch immer jemanden an der Hand, der die Tour führt. Hier ist allerdings fließendes Spanisch und ein wenig Verhandlungsgeschick von Vorteil. In unserem Fall sprachen wir einen Angestellten, der in den Hütten arbeitete in denen wir schliefen, an. Der hatte ein paar Kumpel, die verschiedenen Touren führten. Den Rest organisierten sie dann unter sich - wir wurden dann nur noch mit kolumbianischer Pünktlichkeit abgeholt.
Als wir durch den Dschungel ritten, haben wir einfach die Pferdetreiber, von denen wir wußten, dass sie da waren, angesprochen ob wir mit dürfen und was es kostet.

Was versteht man unter kolumbianischer Pünktlichkeit?

Darunter verstehe ich den deutschen "Scheiße ich komme viel zu spät" Zeitplan. Es passierte mehr als einmal, dass ich anfing nervös von einem Bein auf das andere zu wippen und alle um mich herum waren super entspannt.
Später erfuhr ich, dass es noch nicht so lange her ist, dass es Bushaltestellen für die colectivos Busse in Bogotá gibt. Früher mußte man einfach an der Straße stehen und einen Bus raus winken wenn einer kam, bei dem man nicht genau wußte, ob er da lang fährt und wann. Eine spannende Sache, wenn ich pünktlich in der Arbeit sein will.
Das ist jetzt zum Glück anders und geregelt. Nun gibt es Bushaltestellen. Wobei man laut Aussage vieler aus Bogotá diese Art von Bussen nicht nutzen soll.

Wieder zu eurer ersten Woche im Dschungel. Was muß man beachten, wenn man auf eigene Faust losgeht? Hattet ihr böse Überraschungen?

Man sollte das besser nicht machen, bzw. nur, wenn der Weg ausgeschildert ist und man einen guten Zeitplan hat. Denn je nachdem, in welchem Teil des Dschungels man sich befindet, kommen bei Dämmerung Viecher zum Vorschein, denen man besser nicht begegnet. Zum Beispiel Krokodile.. so geschehen in unserem Fall. Das ist dann wirklich kein Spaß und den Adrenalinkick nicht wert. Wir haben allerdings nachts mehrere Einheimische gesehen, die über die hohen Steine am Strand entlang mit ihren Taschenlampen gewandert sind. Wenn man nachts durch den Dschungel möchte, dann kann man sie bestimmt ansprechen, ob man mit könnte.

Das Schild warnt vor freilaufenden Krokodilen

Wohin bist du anschließend gereist?

Anschließend sind wir zurück nach Bogotá geflogen, um da den Rest der Zeit zu verbringen. Bogotá ist die Hauptstadt Kolumbiens und liegt auf 2600m in den Anden.
Dort waren wir bei der Familie von meinem Freund untergebracht und haben immer wieder Ausflüge in der Stadt oder ins Land hinein unternommen. Zum Beispiel waren wir in Zipaquirá oder in Villa de Leyva. Beides Städte, die einen Besuch und mindestens einen Restaurantbesuch, oder einen Süßigkeitenstand wert sind ;).
Aber Bogotá selbst ist schon sehr fastzinierend! Ich habe sie als groß und bunt und kreativ kennengelernt. Aber, so fair muß man sein, auch als eine je nach Viertel sehr arme, voller Verkehr und unsichere Stadt.

Bogotá

Was ist typisch für Kolumbien?

Wenn man Kolumbianer dort auf der Straße anspricht und fragt, dann ist die Antwort vermutlich der Sombrero Vueltiao. Ein kolumbianischer Hut, der aus Palmen gemacht ist und den man an seiner markanten schwarz-weißen Farbe erkennt. Der Vater meines Freundes meinte einmal zu mir: "Wenn du irgendwo auf der Welt jemanden mit so einem Hut siehst, kommt der Hut garantiert aus Kolumbien. Anders kann es nicht sein."
Für mich ist typisch kolumbianisch: Laute Musik, die nach Kokosnuss, Rum und Sonnencreme riecht, Ajiaco, Arequipe und die Würde mit der die Frauen dort laufen.

Bogotá bei Nacht

Was hat dir am besten geschmeckt und was gar nicht?

Am besten? Wie lange hast du Zeit? ;)
Es gab unglaublich viel, was unglaublich lecker war! Allem vorweg mal das Obst und die verdammt große Auswahl davon. In der Zeit, in der ich da war, habe ich es nicht geschafft, Säfte von allen Früchten zu probieren - und ich habe täglich Saft getrunken! Auserdem Ajiaco. Es ist eine Suppe, die mit papa criolla gemacht wird.. meiner neuen Lieblingskartoffel. Pan de Yucca - ein unglaublich leckeres Brot.
Aber ehrlich.. ich liste die Sachen jetzt nur auf, weil du mich danach fragst.
Ansonsten wüsste ich nicht, für was ich mich entscheiden soll.
Anders ist es bei einer Sache, die ich nicht so mochte. Da gabe es eine: carne en polvo. Wie es der Name schon sagt: Pulverfleisch. Das Gefühl, das ich beim Essen hatte lässt sich mit einem Löffel Mehl vergleichen, den ich aus der Tüte raus in den Mund nehme. Nicht super..

Im Supermarkt



Ich habe gehört, das typische Frühstück dort ist fleischlastig?

Das würde ich so nicht pauschalisieren. Pauschal kann man eher sagen, dass Ei überall dabei ist. Und das in allen möglichen Darreichungsformen. Die spannendste von allen, fand ich, war Arepa de huevo. Das ist ein Maisfladen, der frittiert wird, dann schlägt man ein Ei rein um es anschließende wieder zu frittieren. Fettig.. aber lecker!
Ansonsten habe ich das Frühstück als sehr frisch in Erinnerung. Viel Obst, viel Ei und viel super leckerer Kaffee. Fleisch gibt es natürlich auch, jedoch habe ich es als leckere Ergänzung oft nicht so mitgeschnitten.


Welches Cafe kannst du empfehlen?

Guten Kaffee gibt es überall ;)! Ansonsten ist da eben wieder das "Bäumchen wechsel dich" Prinzip.

Vorhin hast du kurz erwähnt, dass man die colectivos Busse in Bogotá nicht nutzen sollte. Warum? Wie kommt man dort am besten von A nach B?

Die Familie meines Freundes nannte diese Busse "Fast and deadly". Und ich finde das beschreibt diese Busse auch sehr gut! Einem deutschen TÜV Beamten würden vermutlich schlagartig die Haare weiß werden beim Anblick dieser Busse. Es gibt allerdings eine andere Buslinie, die "TransMilenio", die man getrost nutzen kann. Ausserdem gibt es noch Taxis. Diese sollte man aber nicht am Straßenrand raus rufen, wenn man eines nutzen möchte. Das ist viel zu unsicher. Taxis lassen sich aber ganz einfach "bestellen" oder als Alternative ruft man sich ein Uber. Oder man fährt mit dem eigenen Auto.

Du hast Weihnachten und Silvester in dem Land verbracht. Wie feiert man die beiden Tage dort?

Kolumbien ist ein katholisches Land, deswegen unterscheiden sich die Weihnachtsbräuche nicht gravierend zu unseren. An Heiligabend kam es mir allerdings mehr wie das Warten auf Neujahr vor. Man wartete bis Mitternacht, bis sich alle "feliz navidad" wünschten und die Geschenke verteilt wurden. Bis zu dem Punkt kam es mir ähnlich vor wie unser Weihnachten: Essen, Trinken, beisammen sein. Nur eben in Südamerikanischer Variante mit viel Musik, 20 Grad Außentemperatur und frischen Mangos auf dem Tisch.
Wirklich beeindruckt hat mich ausserdem die Kreativität der Weihnachtsbäume. Da es dort keine Tannen gibt, habe ich neben den Standart Plastikweihnachtsbäumen Exemplare aus Backsteinen in Santa Marta und Stühlen in Bototá gesehen.
An Silvester wurde getanzt, getanzt und getanzt. Kaum hatte die Band zu spielen angefangen, schon war die Tanzfläche so voll, dass man kaum einen Platz bekam. Zu Mitternacht gab es einen ganz herzlichen Brauch: Man bekam 12 Trauben. Jede Traube stand für einen Wunsch für einen Monat im neuen Jahr. Wenn man sie aß, durfte man sich etwas wünschen. Und das Faszinierende: Als wir dann vollkommen platt nach Hause kamen, habe ich immer noch Menschen in ihren Wohnungen gesehen, die zu Musik tanzten.

Villa de Leyva

Villa de Leyva

Zipaquira

Was kannst du abschließend über Kolumbien sagen?

Als ich in Kolumbien landete, sagte der Vater meines Freundes zu mir, dass es sehr leicht ist, sich in dieses Land zu verlieben und ich am Ende nicht mehr weg möchte.
Kolumbien ist landschaftlich wie klimatisch so unglaublich vielfältig und hat natürlich den "Extra Exotik Bonus Punkt", sodass vermutlich jeder nicht anders kann, als sich dort wohl zu fühlen. Die Menschen dort sich extrem zuvorkommend, das Essen und der Kaffee sind verdammt lecker und gegrillte Bananen muss jeder mal probiert haben. Abschließend muss ich sagen: Der Vater hatte Recht. Ich habe mich gleich verliebt!


Ganz lieben Dank für die Beantwortung der Fragen und die vielen schönen Bilder!
Wer möchte, Anja ist bei Instagram: www.instagram.com/_anni.ja_ 

Eure Tatjana <3


Ihr habt Fragen zu Kolumbien? Dann schreibt mir eine E-Mail (wiesenknopfschreibselei@web.de), die ich gerne beantworten werde.

Leider mußte ich aufgrund des DSGVO die Kommentarfunktion deaktivieren. Du hast eine Lösung gefunden? Dann würde ich mich freuen, wenn du mir eine E-Mail schreibst (wiesenknopfschreibselei@web.de).

30. Juni 2018

Finnischer Blaubeerkuchen

 

Nach unendlich vielen Rezepten aus Island gibt es nun auch mal eines aus Finnland! Es ist ein wunderschön leichter und fruchtiger Sommerkuchen, welchen man ohne Probleme zu einem Picknick oder mit an den See nehmen kann. 

Zutaten:

150g Brauner Zucker
1 Ei
150g Butter
300g Mehl
1 TL Backpulver
200g Magerquark
1 Ei
60g Brauner Zucker
500g Heidelbeeren

Zuerst verrührst du den Zucker mit dem Ei. Vermische in einer zweiten Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und gebe anschließend das Zucker-Ei Gemisch und die in kleine Stücke zerteilte Butter hinzu. Alles schön verkneten bis ein Teig entsteht. 

Den Backofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Nun fettest und mehlst du deine Backform gut ein und legst den Teig hinein. Verteile ihn schön, auch an den Rändern. 

Für die Füllung den Quark, das Ei und den braunen Zucker verrühren. Mische vorsichtig mit einem Löffel die Heidelbeeren darunter und gebe alles auf den Teig.

Für 30 Minuten im Ofen backen und anschließend abkühlen lassen. Erst im abgekühlten Zustand wird die Füllung fest.

Fertig :)

Eure Tatjana <3


21. Juni 2018

Island Tour 3 - Landmannalaugar (Hochland)


Nachdem wir am Tag davor in Reykjavík waren und eine Wale Whatching Tour gemacht haben, stand heute die Fahrt ins Hochland auf dem Programm. 
Wir freuten uns schon sehr und waren sehr gespannt. Wie wird das Hochland wohl sein? In welchem Zustand die Straßen? 
Da es unsere erste Hochlandtour sein sollte haben wir Bustickets gebucht. Und für 8 Uhr morgens. Denn die Fahrt dauert 2,5 - 3 Stunden. Einfach. Und wenn man vormittags ankommt, ist es noch recht leer dort.

Also Wecker gestellt, früh aufgestanden, angezogen und raus zum Auto: es reagierte nicht. Genau heute, wo wir es eilig haben und nur noch wenig Zeit hatten, um den Bus zu erwischen, wollte der Mietwagen nicht. Wir hatten schon so viele Probleme mit ihm gehabt (Bremsen fast durch, Türensensor im Eimer, Kupplung.. ) aber das noch nicht. 
Zum Glück gingen die Türen nach fünf Minuten doch noch auf und wir fuhren zur Busstation in Hella (15 Minuten Fahrtzeit).

Dort liegt der große Parkplatz fast an der Hauptstraße und ist nicht zu übersehen. Und wir waren nicht die einzigen, die es eilig hatten. Neben uns stand ein Kleinbus mit gefühlt 5 Personen, die sich gerade anzogen und schnell die Zähne putzten.

Der Bus selber war dann zum Glück etwas zu spät und der Busfahrer die Lässigkeit in Person. Das Fahrzeug ist etwas höher gelegen, so dass es ohne Probleme Bäche furten kann. Man muß aber dazu sagen, dass wir gerade eine sonnige und trockene Woche hatten, so dass die Bäche relativ niedrig waren.

Nach einiger Zeit hatten wir alle Leute eingesammelt und der Bus hielt an einem (dem einzigen) Haltepunkt im Hochland um ein Päuschen zu machen:



Und weiter ging die Fahrt. Es war sehr spannend zu sehen, wie der Bus die Hochlandpisten entlang fuhr.



Bald kamen wir dann aber an und ich muß sagen, wir hatten mal wieder Glück mit dem Wetter. Wir waren Anfang September dort und es hatte 5 Grad mit leichtem Wind und bewölktem Himmel. 

Direkt am Parkplatz ist ein Zeltplatz:


Dort gibt es auch Toiletten und Duschen (wofür man eine Tageskarte kaufen muß, und soweit ich mich erinnere, war es die einzige Stelle unserer Reise, wo wir bar zahlen mußten). Daneben war ein überdachter Brotzeitplatz und ein Haus, in welchem man nächtigen konnte (welches bestimmt weit im Voraus ausgebucht war).

Mein Respekt an die Camper, es wäre mir bei 5 Grad (Tagestemperatur) doch zu kühl gewesen.

Kleidung

Wir hatten (Anfang September) alles dabei, was wir an warmen Sachen eingepackt hatten. Also über der Hose eine winddichte Regenhose, wasserdichte Wanderschuhe, Mütze, Schal, wind- und wasserdichte Jacke. Für untendrunter empfehle ich bei Wanderungen atmungsaktive lange Unterwäsche. Man schwitzt ja doch schnell und ist sonst schweißnass unter den Kleidungsschichten.

Wanderungen

Wir informierten uns am Infohäuschen dort nach Wanderwegen und konnten für ca. 300 - 400 Kronen  eine kleine Übersichtskarte kaufen. 
Es gibt einige Wanderwege dort und wir gingen einfach drauflos.

Bald entschieden wir uns recht spontan den Bláhnúkur aufzusteigen.



Der Bláhnúkur:



Wir schafften es nach 1,5 Stunden bis zum mittleren Gipfel (mit Kind läuft man sehr langsam und äh auch, weil man nicht so die Kondition hat ;)) und entschieden dort ein Päusschen zu machen und anschließend wieder abzusteigen. 
Die Aussicht war atemberaubend:




Und nun ging es wieder abwärts:


Auf dem Bild oben sieht man gut den Campingplatz mit Parkplatz.
Auf dem unteren Bild bin ich zu sehen, fotografiert von meinem Sohn :)


Unten angekommen, machten wir Brotzeit an einem der Tische und bewunderten anschließend die Schafe sowie die Pflanzen, die aussahen wie Baumwollpflanzen:




Unten: das ist das Haus mit den Betten.


Ein warmer Bach ist auch in der Nähe:


Dort kann man baden gehen, wenn man möchte. Was gegen mittag auch viele gemacht haben.

Um 14 Uhr fuhr der Bus wieder ab, was für uns vollkommen ausreichend war. (4 Stunden Aufenthalt).
In Hella angekommen (16.30 Uhr) holten wir uns in einer Bäckerei noch leckere Kleinigkeiten und fuhren wieder zur Ferienwohnung. Es war übrigens die einzige Bäckerei, die wir auf unserer Reise entdeckten.

Eure Tatjana <3

P.S. Heute abend ist es wieder soweit: Island spiel diesmal gegen Nigeria!
Stellt euer Kaldi kalt und wer noch schnell etwas Isländisches aus meinem Blog nachbacken möchte: KLICK.

Hier könnt ihr alle weiteren Beiträge über Island anschauen: KLICK