21. Juni 2018

Island Tour 3 - Landmannalaugar (Hochland)


Nachdem wir am Tag davor in Reykjavík waren und eine Wale Whatching Tour gemacht haben, stand heute die Fahrt ins Hochland auf dem Programm. 
Wir freuten uns schon sehr und waren sehr gespannt. Wie wird das Hochland wohl sein? In welchem Zustand die Straßen? 
Da es unsere erste Hochlandtour sein sollte haben wir Bustickets gebucht. Und für 8 Uhr morgens. Denn die Fahrt dauert 2,5 - 3 Stunden. Einfach. Und wenn man vormittags ankommt, ist es noch recht leer dort.

Also Wecker gestellt, früh aufgestanden, angezogen und raus zum Auto: es reagierte nicht. Genau heute, wo wir es eilig haben und nur noch wenig Zeit hatten, um den Bus zu erwischen, wollte der Mietwagen nicht. Wir hatten schon so viele Probleme mit ihm gehabt (Bremsen fast durch, Türensensor im Eimer, Kupplung.. ) aber das noch nicht. 
Zum Glück gingen die Türen nach fünf Minuten doch noch auf und wir fuhren zur Busstation in Hella (15 Minuten Fahrtzeit).

Dort liegt der große Parkplatz fast an der Hauptstraße und ist nicht zu übersehen. Und wir waren nicht die einzigen, die es eilig hatten. Neben uns stand ein Kleinbus mit gefühlt 5 Personen, die sich gerade anzogen und schnell die Zähne putzten.

Der Bus selber war dann zum Glück etwas zu spät und der Busfahrer die Lässigkeit in Person. Das Fahrzeug ist etwas höher gelegen, so dass es ohne Probleme Bäche furten kann. Man muß aber dazu sagen, dass wir gerade eine sonnige und trockene Woche hatten, so dass die Bäche relativ niedrig waren.

Nach einiger Zeit hatten wir alle Leute eingesammelt und der Bus hielt an einem (dem einzigen) Haltepunkt im Hochland um ein Päuschen zu machen:



Und weiter ging die Fahrt. Es war sehr spannend zu sehen, wie der Bus die Hochlandpisten entlang fuhr.



Bald kamen wir dann aber an und ich muß sagen, wir hatten mal wieder Glück mit dem Wetter. Wir waren Anfang September dort und es hatte 5 Grad mit leichtem Wind und bewölktem Himmel. 

Direkt am Parkplatz ist ein Zeltplatz:


Dort gibt es auch Toiletten und Duschen (wofür man eine Tageskarte kaufen muß, und soweit ich mich erinnere, war es die einzige Stelle unserer Reise, wo wir bar zahlen mußten). Daneben war ein überdachter Brotzeitplatz und ein Haus, in welchem man nächtigen konnte (welches bestimmt weit im Voraus ausgebucht war).

Mein Respekt an die Camper, es wäre mir bei 5 Grad (Tagestemperatur) doch zu kühl gewesen.

Kleidung

Wir hatten (Anfang September) alles dabei, was wir an warmen Sachen eingepackt hatten. Also über der Hose eine winddichte Regenhose, wasserdichte Wanderschuhe, Mütze, Schal, wind- und wasserdichte Jacke. Für untendrunter empfehle ich bei Wanderungen atmungsaktive lange Unterwäsche. Man schwitzt ja doch schnell und ist sonst schweißnass unter den Kleidungsschichten.

Wanderungen

Wir informierten uns am Infohäuschen dort nach Wanderwegen und konnten für ca. 300 - 400 Kronen  eine kleine Übersichtskarte kaufen. 
Es gibt einige Wanderwege dort und wir gingen einfach drauflos.

Bald entschieden wir uns recht spontan den Bláhnúkur aufzusteigen.



Der Bláhnúkur:



Wir schafften es nach 1,5 Stunden bis zum mittleren Gipfel (mit Kind läuft man sehr langsam und äh auch, weil man nicht so die Kondition hat ;)) und entschieden dort ein Päusschen zu machen und anschließend wieder abzusteigen. 
Die Aussicht war atemberaubend:




Und nun ging es wieder abwärts:


Auf dem Bild oben sieht man gut den Campingplatz mit Parkplatz.
Auf dem unteren Bild bin ich zu sehen, fotografiert von meinem Sohn :)


Unten angekommen, machten wir Brotzeit an einem der Tische und bewunderten anschließend die Schafe sowie die Pflanzen, die aussahen wie Baumwollpflanzen:




Unten: das ist das Haus mit den Betten.


Ein warmer Bach ist auch in der Nähe:


Dort kann man baden gehen, wenn man möchte. Was gegen mittag auch viele gemacht haben.

Um 14 Uhr fuhr der Bus wieder ab, was für uns vollkommen ausreichend war. (4 Stunden Aufenthalt).
In Hella angekommen (16.30 Uhr) holten wir uns in einer Bäckerei noch leckere Kleinigkeiten und fuhren wieder zur Ferienwohnung. Es war übrigens die einzige Bäckerei, die wir auf unserer Reise entdeckten.

Eure Tatjana <3

P.S. Heute abend ist es wieder soweit: Island spiel diesmal gegen Nigeria!
Stellt euer Kaldi kalt und wer noch schnell etwas Isländisches aus meinem Blog nachbacken möchte: KLICK.

Hier könnt ihr alle weiteren Beiträge über Island anschauen: KLICK


16. Juni 2018

So sind sie, die Isländer

Um 15 Uhr beginnt heute das Spiel Island - Argentininen! Um euch schon mal etwas darauf vorzubereiten, gibt es von mir heute die Vorstellung des schöne Büchleins über die Angewohnheiten der Isländer :)

"So sind sie, die Isländer" von Richard Sale ist ein wunderbar komisches Buch über die wunderbaren Isländer. Komisch sind sie nicht, nein. Aber sie haben auch ihre Eigenheiten, so wie jede andere Landesbevölkerung auch. Wir Bayern sind da nicht anders: wir tragen braune, knielange (!) Lederhosen, trinken nur Bier und essen ausschließlich Brezen mit ekligen weißen, wabbeligen Würstchen. Und das zum Frühstück..


Das kleine Büchlein, welches in jede Tasche passt, beschreibt die Isländer so ähnlich in sehr amüsanter Weise. Der Frühling lässt ewig auf sich warten und wenn er dann mal da ist, ist es fast schon wieder Herbst. Alle vier Jahreszeiten kann man auch mal an einem Tag erleben. Solche Zitate findet man immer wieder auf den Seiten, welche den Text widerspiegeln.
Der Kaffee wird in Island erst hinterher serviert statt, wie im restlichen Europa vorher beim Date. Pünktlich ist immer. Den Zug erreicht man nicht, denn den gibt es nicht. Usw. usf.
Sehr interessant auch die Erklärung zu den hin und wieder beheizten Bürgersteigen im Winter. 
Oder warum sehr saubere Isländer manchmal nach faulen Eiern riechen.

Kennt ihr die Seite www.fremdenversteher.de? Hier werden die Verhaltensweisen der Menschen verschiedener Nationen auf lustige Weise erklärt. Das Buch über die Isländer gehört auch dazu.
Neben den Amerikanern, Franzosen, Engländern, Japanern, Niederländern, Österreichern, Polen und Schweden besteht nun auch die Möglichkeit, die Isländer etwas besser zu verstehen.
Schaut mal rein.

Das Buch kann man beim Reise Know-How Verlag für 8,90 Euro kaufen (ISBN-Nr.: 978-3-8317-2875-6). Es ist wiegesagt klein, leicht und passt in fast jede Tasche.

So, und jetzt noch ein paar Kaldi kalt stellen und wer noch schnell etwas isländisches aus meinem Blog nachbacken möchte, der klicke: KLICK

Eure Tatjana <3

12. Juni 2018

Arbeiten auf einem Kreuzfahrtschiff - Traum oder Alptraum?


Eigentlich ist es doch ein jeder Traum: Auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten. Man bereist viele Länder, kommt herum, lernt Leute kennen und bekommt auch noch Geld dafür.
Ist das wirklich so einfach und schön? Oder gibt es auch Schattenseiten?

Eine liebe Freundin, nennen wir sie Andrea, ist Fotografin und arbeitet seit ca. einem Jahr immer wieder auf Kreuzffahrtschiffen. Für alle, die das in Erwägung ziehen, habe ich ihr ein paar Fragen gestellt. Damit sich jeder ein Bild machen kann, wie das so ist auf einem Kreuzer Crew-Mitglied zu sein.

Liebe Andrea, wie kam es dazu, dass du auf einem Kreuzfahrtschiff angeheuert hast und was muß man dafür tun?

Ich habe bei Google Arbeit als Fotografin gesucht und bin auf eine Anzeige dazu gestoßen. Man muß sich einfach bewerben.

Wie sah dein Tag dort aus?

Fotos machen und bearbeiten. Freie Zeit. Fotos machen und bearbeiten. Freie Zeit. 

Muss man dafür eine Ausbildung haben?

Nein, das muß man nicht. Aber man sollte schon Erfahrung in der Fotografie haben, sich sehr gut mit der Technik auskennen und sicher im Umgang mit PS und LR sein.

Man arbeitet 7 Tage die Woche, war das ok für dich?

Man gewöhnt sich daran! Dafür hat man danach ein paar Monate Pause.

Was für Arbeitszeiten hast du?

Man hat keine feste Arbeitszeiten als Fotograf/in. Jeder Tag ist anders. Manchmal geht es um 6.30 Uhr zu einem Tagesausflug, manchmal ist erst um 14 Uhr das erste Fotoshooting.
Feierabend kann um 21 Uhr sein oder auch erst um 2 Uhr nachts.

Was für Regeln gab es auf den Schiffen für die Crew?

Die Hauptregel war: Safety first (Sicherheit zuerst). Nicht sich selber, die Crew, die Passagiere oder das Schiff in Gefahr bringen.

Hattest du Zeit, um dir die einzelnen Länder anzuschauen?

Ja, wenn man an den Landtagen nicht arbeiten muß oder einen Ausflug begleitet.

Wo genau fuhren deine Schiffe entlang und welcher Ort hat dir am besten gefallen?

Die Schiffe machten eine Schmetterlingsfahrt. Im Winter fahren sie nach Süden und im Sommer nach Norden. Am besten hat mir Spitzbergen gefallen - fast am Nordpol, karge Natur, Gletscher, Mitternachtssonne und Polarbären.

Was war dein bisher schönstes Erlebnis und welches war weniger schön?

Das Schönste war Delphine im Indischen Ozean zu sehen und weniger schön die klassische Lebensmittelvergiftung in Asien.

Stimmt es, dass man als Crewmitglied nicht die Aufzüge benutzen darf, die Passagiere benutzen? Und in einem abgetrennten Bereich mit eigener Kantine bleiben muß?

Ja, die Crewmitglieder haben einen abgetrennten Bereich mit eigenen Treppen, Aufzügen und auch einer eigenen Kantine.

Mit wievielen Personen hast du dein Zimmer geteilt? Hat es gut geklappt?

Wir waren zu zweit in einer Kabine und das hat gut geklappt.

Du fährst wieder, wo wird es hingehen?

Jetzt im Sommer in den Norden.


Dann wünsche ich dir viel Spaß dabei! Vielen Dank für das Interview liebe Andrea.

Eure Tatjana <3

An alle, die Andrea kennen: Bitte erwähnt ihren richtigen Namen nicht, da man eigentlich nicht über die Arbeit sprechen darf, wenn man auf einem Kreuzer arbeitet.

10. Juni 2018

Garten im Juni - Teil 1


Diese Bilder habe ich am 1. Juni geschossen. Dieses Jahr blüht alles etwas früher als sonst und die Rosen sogar gleichzeitig mit den Pfingstrosen..

Oben und unten meine Lieblingssorte: Rose Eden. Ich habe von ihr unter anderen zwei Rosenstämme, die jedes Jahr wunderschön blühen. Leider ist der Hintergrund überhaupt nicht fotogen (Garage, Parkplatz).




Auch die Rose "Leonardo da Vinci" zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Sie ist eine Beetrose, ich schneide sie aber wegen der Buchssträucher rechts und links nicht in der Höhe. So ist sie jetzt ca. 80-90 cm groß und blüht trotzdem sehr schön.


Beweisfoto (unten): Dieses Jahr blühen die Pfingstrosen und Rosen gleichzeitig!



Eine meiner historischen Rosen im Garten: Rose "Charles de Mills". Sie ist einmalblühend, aber dafür überreich!



Unten das komplette Beet mit ihr. Sie ist jetzt 3 Jahre alt und findet den ehemaligen Kompostplatz echt klasse ;) Auch hier ist der Hintergrund nicht wirklich fotogen, aber was soll`s!


Das also waren die Bilder vom 1. Juni. Ich bin gespannt, was noch kommt :)

Eure Tatjana <3

P.S. Ihr wollt einen Kommentar hinterlassen, findet aber die Kommentarfunktion nicht? Ich mußte sie leider abstellen wegen des DSGVO. 
Du hast eine Lösung dazu? Dann schreibe mir bitte eine E-Mail an wiesenknopfschreibselei@web.de.

5. Juni 2018

Garten im Mai - Teil 2



Dieses Jahr blüht meine vor zwei Jahren gepflanzte Strauchpfingstrose zum ersten mal mit gleich zwei Blüten. Welche natürlich wunderschön ausschauen.. Ich bin gespannt, wie sie sich noch entwickelt. Bis jetzt sind ihre oberirdischen Triebe immer abgefrohren und im Frühjahr wuchsen neue. Bleibt das so, wird sie für immer etwas niedriger bleiben, was vollkommen ok wäre. Hauptsache sie blüht ;)  (oben)

Vorletztes Jahr hat sich meine rosa Akelei "Nora Barlow" gut vermehrt. Ein wenig habe ich dabei geholfen, aber nun, nach zwei Jahren, hat sie an vielen Stellen im Garten geblüht. (unten)


Geranium "Apfelblüte" (Storchschnabel), unten:


Die Storchschnabelart kann auf trockenen, sonnigen Böden wachsen, da sie dicke Wurzeln hat, die tief in die Erde gehen. Im Pflanzjahr muß man sie natürlich regelmäßig gießen.


Die Glockenblumen (unten) vermehren sich nun auch langsam. Mein Plan ist, irgendwann einen Garten voll mit weißen und blauen Glockenblumen zu haben.. Dazu ganz viel Iris und Katzenminze.
Erstere müßen sich selber aussähene, die Iris breiter werden und die Sämlinge der Katzenminze habe ich bereits verpflanzt. Diese müssen größer werden, was an einigen Stellen nicht so einfach ist.
Wir werden sehen ;)





Diesen türkischen Mohn habe ich vor ein paar Jahren verpflanzen wollen. Dabei hat er sich in mehrere Teile zerteilt, die ich nebeneinander eingepflanzt habe. Er hat sich erholt und blühte nach ca. zwei Jahren auch wieder. Hätte ich nicht gedacht, da es doch immer heißt, dass es sehr schwierig ist, Mohn zu verpflanzen wegen seiner Pfahlwurzeln.
Dafür blüht ein anderer nicht mehr. Den muß ich wohl auch versetzen..




Hier meine Storchschnäbel, welche ich wegen des schönen Blattes vor zwei Jahren gekauft hatte.
Ersterer ist ein Geranium renardii (Kaukasus-Storchschnabel), der eher weniger blüht als nur Blattschmuckstaude ist.
Zweiterer ist die Geranium rendardii Hybride "Terre Franche". Er blüht violett und dieses Jahr sogar recht viel und lange.



Unten seht ihr meine Irissorten, welche sich noch fleißig vermehren sollen ;)



Über die champagner-farbene Iris "Thornbird" (unten) habe ich bereits einen eigenen Beitrag geschrieben: KLICK.


Habe ich euch schon erzählt, dass ich dieses Jahr nichts für den Garten kaufen möchte? Also keine Pflanzen? Für die Terasse/Kübeltöpfe schon. Diese bekommen dieses Jahr zum ersten mal etwas mehr Aufmerksamkeit von mir und wenn etwas verblüht ist, dann wechsle ich das meist aus und es kommt etwas neues in den Topf. Sollte das verblühte eine Staude sein, dann pflanze ich sie natürlich in ein Beet. Und wenn ich von meinen lieben Nachbarn oder Kollegen etwas bekomme, dann wandert das natürlich auch in den Garten. Nur extra kaufen werde ich nichts. Mein Vorsatz! Bis jetzt habe ich es auch geschafft ihn einzuhalten. Bis jetzt..

Eure Tatjana <3

3. Juni 2018

Garten im Mai - Teil 1


Im Mai kam dann die volle Blütenpracht! Dank des warmen und sonnigen Aprils blühte recht viel auf einmal.. Den Anfang machte meine pinke Pfingstrose, die jetzt drei Jahre alt ist, aber explodiert als wüchse sie auf Zauberboden. Da ist auch was Wahres dran, denn dort stand bis vor 4 Jahren der Komposthaufen.. Unter ihr blühen zwei Storchschnäbel: Geranium "Tiny Monster" und daneben ein weiß-grünes Reitgras. 


Als ein richtiger Frühblüher entpuppte sich eine violette Königskerze (Verbascum phoenicum), welche ich letztes Jahr pflanzte. Sie soll an dem richtigen Standort mehrjährig sein (sonnig, trockener Boden), wobei man sie im Pflanzjahr sehr viel gießen muß. Im zweiten Jahr nicht mehr. Sie blühte von Anfang Mai bis Ende Mai, also recht lange. Letztes Jahr hat sie sich auch ausgesäht, die Sämlinge dürften kommendes Jahr blühen. (unten)


Die erste Iris ist immer die violette (unten). Sie schaut mit dem Federgras (Stipa tenuissima) sehr schön aus. Das Gras schneide ich im Frühjahr nicht herunter, da es auch mit vertrockneten Halmen einen schönen Hintergrund bildet.



Etwa Mitte Mai fing dann meine Südwestecke an zu blühen: dunkle, violette, große Iris barbata mit sehr hoher Katzenminze im Hintergrund: (unten)


Passend dazu eine kirschrot blühende Pfingstrose (Paeonia Buckeye Bell):



So sieht das Beet im Ganzen aus:


In der zweiten Maihälfte gab meine rosa Pfingstrose (Paeonia Sarah Bernard) alles. Nicht umsonst ist sie eine meiner Lieblingspfingstrosen: (unten)



Im nächsten Beitrag gibt es den zweiten Teil des Maigartens :)

Eure Tatjana <3