21. September 2018

Walchensee - Wandern in den Alpen


Die Alpen haben es mir ja angetan.. Und da ich nur 1,5 Stunden davon entfernt wohne, gibt es jetzt vermehrt Beiträge dazu: über Ausflüge, die schönsten Seen, Wanderwege, Schlösser, Burgen und was man gut mit Kindern unternehmen kann. Denn mein Sohn (fast 6) ist immer dabei :)

Letztens haben meine Eltern am Walchensee gecampt. Mit Wohnwagen und allem drum und dran. Ja, die machen das noch, im Gegensatz zu uns.. hüstel. Aber sag niemals nie...
So hatten wir die Idee, sie spontan dort für einen Tag zu besuchen und mit ihnen wandern zu gehen.
Am ersten Wochenende hat es leider geregnet, aber am zweiten war es dann soweit: die Sonne schien! Also ab ins Auto, mit Badesachen und Wanderschuhen ausgerüstet.

Campingplatz am Walchensee

Am Walchensee gibt es übrigens nur einen einzigen Campingplatz! Und der ist echt süß. Schön klein, direkt am See und natürlich mit Blick auf den See ;) 
Dort angekommen fand ich die Plätze für die Zelte am besten: sie standen wirklich direkt neben dem See. Also einen Schritt weiter und ab ins Wasser!
Aber auch die Wohnwagenplätze waren in erster Reihe aufgestellt und meine Eltern hatten so einen Platz. Da kann es aushalten.

Die blaue Farbe

Was mir sofort auffiel war die schöne blaue Farbe des Sees! Seht selbst:


Wanderweg

Gleich kam die Frage auf, was wir machen wollen: Wandern oder baden? Natürlich beides!
Dafür gibt es einen schönen und leichten Wanderweg, den man auch mit Kindern gehen kann:
Am Campingplatz beginnt nämlich eine kleine Halbinsel. Also läuft man vom Platz aus rechts den Weg weiter (hier die Koordinaten dazu: 47°35'06.8"N 11°18'52.1"E). 
Diesen läuft man am See entlang bis zum Kitebeach Zwergern.

Baden am Walchensee & Kitesurfen

Der Kitebeach Zwergern ist ein etwas größerer Steinstrand mit meist gutem Wind zum Kitesurfen.
Diesen kann man dort wunderbar zuschauen oder selber ins Wasser gehen. 




Wem es zu windig ist, der geht den anschließenden Pfad rechts am See weiter. Hier gibt es immer wieder kleine Strände, die windstill sind.



Bald kommt ihr wieder auf einen größeren Weg. Diesen folgt ihr weiter (immer am See entlang), bis ihr zu einem Strand kommt, an welchem es einen Bootsverleih gibt (mit allem, was das Herz begehrt: Tretboote, Kanus, Kajaks.., kostet immer ungefähr 10 Euro) und einen Eisstand (Eis am Stiel).
Dieser Strand ist auch windstill und gut zum Baden.

Weg zurück zum Campingplatz

Um wieder zum Campingplatz zu kommen, geht ihr den Weg ein kleines Stückchen zurück, um dann links abzubiegen in einen Waldweg. Diesen immer geradeaus weitergehen bis ihr wieder am Parkplatz herauskommt.

Bergwanderung und Seilbahn

Natürlich könnt ihr dort auch bergwandern: direkt am See sind ein paar Berge wie zb der Herzogstand. Diesen kann man wunderbar heraufwandern oder mit der Seilbahn hochfahren. Letzteres ist für Familien mit kleinen Kindern empfehlenswert. Denn ab der oberen Seilbahnstation geht man nochmal ein kleines Stück bis zur Spitze (halbe Stunde). Die Aussicht ist traumhaft!

Eure Tatjana <3



15. September 2018

Zitronentorte - Rezept und Blick hinter die Kulissen



Die liebe Brigitte hat mich vor kurzem dazu inspiriert, ihre Philadelphia-Torte auszuprobieren. Sie ist natürlich super geworden und deswegen möchte ich euch das Rezept nicht vorenthalten.
Zudem verrate ich euch heute, wie die "Kulisse" hinter dem Bild ausschaut. Dazu aber mehr weiter unten ;)

Jetzt erstmal zum Rezept:

Zutaten:

130 g Butter
200 g Löffelbiskuit

600 g Sahne
1 Pk. Götterspeise Zitrone
200 g Frischkäse
1 Sahnebecher voll Zucker 
1 Pk. Vanillezucker
1 Sahnebecher voll Wasser
2 Biozitronen

Die Butter in einem Topf erhitzen, bis sie flüssig ist. Derweil kannst du den Löffelbiskuit zerkleinern (entweder in einem Zerkleinerer oder du legst ihn in eine Plastiktüte und kloppst darauf) und anschließend mit der Butter vermischen. 
Gebe das Gemisch in die Kuchenform und drücke es fest.
Lies dir die Packungsbeilage der Götterspeise durch und mache diese dann mit einem Sahnebecher voll Wasser. 10 Minuten ziehen und anschließend abkühlen lassen.
Nun schlägst du die Sahne schön steif. Den Frischkäse mit einem Sahnebecher voll Zucker und dem Vanillezucker verrühren, die Götterspeise dazu rühren und vorsichtig die Sahne unterheben.
Alles in die Kuchenform verteilen und glatt streichen.

Für einen Tag in den Kühlschrank stellen.

Kurz vor dem Verzehr die Biozitronen waschen und in Scheiben schneiden. Damit die Torte verzieren.

Fertig!


Und nun, wie versprochen, das Bild hinter dem Bild:


So klappt das Foto nämlich auch am Nordfenster mit weniger Sonne. 
Bis ich auf die Idee des Fototisches gekommen bin, sind aber Jahre vergangen. Früher habe ich immer alles auf dem Esstisch komplett auf- und wieder abgebaut. Das braucht Zeit und ist auf Dauer nervig. Zudem ist das Licht immer anders. Also habe ich kurzerhand zwei Böcke aus der Garage geholt, dazu eine alte Styroporplatte sowie mein Stativ. Auf die Platte legte ich einen Karton und darauf ein Tischtuch und am Stativ klemmte ich einen Faltreflektor mit Klemmfedern fest. 

Seitdem benötige ich für die Bilder eines Kuchens maximal 1-2 Minuten. Sehr angenehm und zeitsparend!

Mit dem Faltreflektor spiegelt sich das Licht und dadurch sind die Schatten nicht so hart.

Ich lasse das jetzt immer so liegen mit Tischdecke und Kuchengabel. So muß ich nur noch den Kuchen und evtl. etwas Deko dazulegen und kann losknipsen.

Eure Tatjana <3

8. September 2018

Tirol - Kaunerberg, Kaunertal und Inntal



Wenn mich etwas vor meiner Haustür verzaubert, dann sind es die Berge. Da wir bei München wohnen, ist es nur eine Stunde Fahrt mit dem Auto, bis wir auf die Alpen treffen. Da liegt es Nahe, dass man auch mal dort seinen Urlaub verbringt. Gesagt, getan.
Also suchte ich nach einem Bauernhof, oder noch besser: nach einem Bio-Bauernhof in Tirol. Denn dieses Jahr waren wir zudem auf einer Hochzeit in der Schweiz (Unterengadin, also Grenze zu Tirol) eingeladen und das kann man doch wunderbar kombinieren.
Es gibt im Internet viele tolle Seiten, welche Bauernhöfe in Österreich vorstellen. Auf einer dieser Seiten wurde ich dann auch schnell fündig. Es sollte der Biohof Inntalblick werden. Genau, der Name verrät es schon: mit Blick auf das Inntal. Weiter unten gibt es auch Bilder dieses Ausblickes.
Dort stelle ich euch den Hof auch etwas näher vor, aber ohne Bilder, da es ja keine Werbung sein soll, sondern nur meine eigene Meinung dazu.

Tagesausflug ins Kaunertal

Einer unserer Ausflüge ging, natürlich mit dem Auto, ins wunderschöne Kaunertal (Bild oben).
Eigentlich waren wir nur auf der Suche nach einem Cafe dort und hatten aber das Pech, dass in dem ersten Dorf alle Cafes wegen einer Beerdigung geschlossen waren und im zweiten Montags Ruhetag war. Also fuhren wir etwas tiefer ins Kaunertal und passierten die Mautstelle zur Kaunertaler Gletscherstraße.

Dort zahlten wir 24 Euro für einen Tag (man kann auch 32 Euro für 14 Tage zahlen, oder die Summercard Gold für 47 Euro kaufen. Diese gilt für 6 Tage und zusätzlich für alle Bergbahnen der Umgebung. Ich erzähle euch das so genau, weil wir das Angebot erst nach ein paar Tagen entdeckt haben. Da war es für uns aber bereits zu spät, es hätte sich nicht mehr gelohnt.).

Wir haben wiegesagt 24 Euro gezahlt, die sich komplett gelohnt haben!
Man bekommt einen Flyer mit, auf dem alle interessanten Ecken erklärt werden. Diese sind sowohl auf dem Flyer, als auch auf der Straße mit Nummern versehen, so dass man sie nicht übersehen kann.
So kamen wir zb zu Anfang an einem Hang vorbei, auf dem sehr viele Lupinen blühten. Diese wurden früher gesammelt und für den "Arme-Leute"-Kaffee genutzt.

Kurz darauf stießen wir auf den Gepatsch-Stausee. Gleich am Anfang lag ein Cafe mit schönen Panorama-Fenstern. Dort ließen wir es uns mit Apfelstrudel und Sachertorte gut gehen.


Gestärkt fuhren wir die Straße weiter und genossen den bemerkenswerten Ausblick. Unser spontanes Ziel war der Weißsee (siehe unten) auf ca. 2000 Meter Höhe. Er hat bei Sonnenschein eine tolle türkise Farbe und hier gibt es Ende Juni noch ein bischen Restschnee.


Man kann noch weiterfahren bis zum Kaunertaler Gletscher und von dort aus wandern oder mit der Bergbahn auf die Weißseespitze fahren.
Auf dem Rückweg entdeckten wir dieses Schild:


Murmeltiere gibt es hier zuhauf, also vorsichtig fahren!



Ein Blick auf den Stausee:


Einen Ausflug dorthin lohnt sich allemal.

Das Inntal

Jetzt möchte ich euch aber den Ausblick auf das Inntal zeigen! Genau den gleichen Blick hatten wir von unserem Apartment am Bauernhof. Hier auf dem Bild unten mit einer der Kühe des Hofes auf ihrer Weide. Hier möchte man Kuh sein..


Tagesausflug nach Fendels

Am Inntal gelegen ist auch das Dorf Fendels. Dieses liegt auf halber Höhe des Berges Fendels. Googelt einfach "Sommerberg Fendels" und ihr bekommt alle Infos.
Man kann zwar von dem Taldorf Ried aus schon mit einer Bergbahn bis Fendels fahren, wir entschieden uns aber dafür mit dem Auto dorthin zu fahren und zu parken.
Dort kann man anschließend mit dem Sessellift zur nächsthöheren Station fahren. Hier gibt es einen tollen, großen Spielplatz mit Baumhaus und Wirtshaus mit Selbstbedienung.


Auch Kühe dürfen hier frei herumlaufen..


Nach einer Stärkung wählten wir einen Erlebniswanderweg zur Fendleralm (47.034317, 10.695897), welcher einfach ist und ca. eine halbe Stunde dauert. Dorthin kommt man auch gut mit dem Kinderwagen.
Auf der Fendleralm gibt es ein Wirtshaus und einen kleinen Spielplatz.
Von dort aus konnten wir beobachten, wie alle Kühe auch diesen Weg nach oben gingen, um auf die Almwiese zu gelangen (Bild unten).


Von hier aus geht ein uriger Wanderpfad weiter Richtung Bergspitze.
Auf dem Video recht gut zu sehen:


Auf dem Rückweg kann man von der Sattelklause Fendels aus mit Mountaincarts den Berg hinunterfahren. Haben wir natürlich ausprobiert, war sehr lustig!

Kaunerberg

Am nächsten Tag durften wir mit dem Bauern mit auf die Falkaunsalm. Sie gehört zum Kaunerberg, auf dem auch der Bauernhof lag. Er transportierte eine Kuh dorthin und nahm uns gleich mit. Sehr praktisch für alle, die nicht so fit sind und trotzdem einen schönen Panoramablick über die Alpen haben möchten. Googelt mal "Falkaunsalm" und ihr werdet auf einer der Seiten auch ein Bild von zwei seiner drei Söhnen entdecken. Einer davon arbeitet während der Sommermonate dort.
Hier kann man sich auch mit deftiger Suppe, hauseigenem Käse oder Kaiserschmarrn stärken. Sehr nette Leute!


Wanderweg auf dem Kaunerberg

Bald fragte ich die nette Bäuerin, ob es in der Umgebung des Kaunerberges einen leichten Wanderweg gäbe. Sie gab mir die Beschreibung zum Schnadigen Weiher, dorthin benötigt man ca. eine Stunde.

Auf dem Wanderweg sah man das frischgemähte Gras beim Trocknen, welches immer Ende Juni teilweise mit der Hand gekürzt wird.


Der Schnadige Weiher:


Auf dem Rückweg (ich nahm den gleichen Weg zurück, da ich wieder zum Bauernhof zurückwollte), dann ein schöner Blick auf das Inntal:


Burg Berneck

Auf dem Weg ins Tal fuhren wir täglich an der Burg Berneck vorbei. Ein traumhafter Anblick, aber wir hatten nie Zeit sie zu besuchen:


Am letzten Morgen wurden wir mit diesem Ausblick überrascht:


Den mußte ich natürlich fotographisch festhalten!
Alles in allem war es ein wunderschöner Urlaub in Tirol. Wir durften, so oft wir wollten, beim Melken zuschauen und bekamen alle Informationen, die wir haben wollten. Die ganze Familie ist sehr nett und offen. Man merkt, dass sie mit Leib und Seele Bauern sind und ihren Berg lieben.
Wir bekamen jeden Morgen frische Kuhmilch vor die Türe gestellt und durften uns im Hofeigenen Gemüsegarten Salat holen. Das Tüpfelchen des i war dann der selbstgebackene Kuchen, von dem wir auch ein paar Stücke bekamen.

Bei schlechtem Wetter

... sind wir ins nahe Museum "Naturparkhaus Kaunergrat" gegangen. Dieses kann ich euch wärmstens weiterempfehlen. Es ist auch für Kinder interessant und spannend aufgebaut. Man kann dort sehen, fühlen und hören was für Tiere und Pflanzen es auf dem Kaunerberg gibt, die Geschichte des Berges erfahren und was ich am interessantesten fand: wie das Bewässerungssystem entstand. Denn der Kaunerberg ist einer der trockeneren Gegenden in Tirol und es fällt kaum Regen.
Draußen gibt es wieder einen tollen Spielplatz, diesmal komplett aus Holz.
Oben kann man bei Kaffee und Eis (welches ein Bauernhof in der Gegend selber erstellt) oder Kuchen die Aussicht geniessen.

Was ich euch noch sagen möchte..

Ich habe mich auf der Falkaunsalm mit dem Bauern über die Milchpreise unterhalten und er erzählte unter anderem, dass die Einwohner von Südtirol zb schon jetzt bereit sind, einen höheren, fairen Betrag zu zahlen. Meine Idee war ein Milchautomat direkt am Bauernhof. So bekämen die Bauern gleich den Supermarktpreis der Milch.

Wieder zuhause machten wir uns in Kaufering auf die Suche nach Bauernhöfen, die ihre Milch direkt verkaufen.
Und siehe da: es gibt hier einen, der einen 24-h Automaten hat. Sogar mit Bioprodukten, wie Eier, Honig usw.


Das System funktioniert folgendermaßen:

Man holt sich beim ersten mal für 50 Cent eine leere Glasflasche:


Und füllt diese am Automaten daneben für einen Euro pro Liter auf.


Wenn sie leer ist, reinigt man sie und fährt wieder zum Hof um sie aufzufüllen.
Es ist Bio-Rohmilch, welche ca. 3 Tage im Kühlschrank haltbar ist. Daher holen wir uns zb. immer 2-3 Liter auf einmal. Ihr merkt dann schon selber bald, wieviel ihr in 3 Tagen verbraucht.

Vorteil:
- Frische Milch ohne Chemie
- Keine Plastikverpackung
- Der Bauer bekommt mehr Geld für seine Milch.

Nachteil:
- Nur 3 Tage haltbar

Sucht doch selber mal nach so einem Bauernhof! :)


Eure Tatjana <3


Wenn ihr weitere Fragen habt zu Tirol oder der Milch, dann schreibt mir gerne eine E-Mail an wiesenknopfschreibselei@web.de.

Bald gibt es wieder die Kommentarfunktion. Ich muß sie nur wegen des DSGVO umändern und bin noch zu faul dazu..

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1. September 2018

Kaiserschmarrn - auf original tiroler Art



Was für ein Wetter.. Regen, Regen, Regen. Der Herbst kündigt sich langsam an und mit ihm die Zeit der warmen Gerichte. Was gibt es Schöneres, als an so einem kalten Tag zuhause einen warmen Kaiserschmarrn zu essen?

Auf unserem Tiroler Bauernhofurlaub verriet mir die Bäuerin ihr Rezept, welches ich natürlich ausprobieren mußte. Es ist übrigens der erste, den ich selber gemacht habe! Weitere Varianten werden im Laufe des Herbstes folgen, denn ich bin mit dem Kaiserschmarrn-Virus infiziert worden!

Und so gehts:

Zutaten: 

2 EL Mehl
Prise Salz
1/8 l Milch
3 Eier
evlt. Mineralwasser
Butter
Puderzucker
Apfelmus oder was man dazu gerne isst

Das Mehl, das Salz und die Milch gut verrühren. Einen Schluck Mineralwasser dazugeben und die Eier vorsichtig dazumischen. 
Währenddessen in einer Pfanne die Butter erhitzen und das Mehlgemisch hineingeben. 
Deckel drauf und warten, bis der Teig eine leichte Bräune hat. 
Nun wenden und den Deckel entfernen. Ca. zwei mal wird gewendet.
Gleich warm servieren und mit Puderzucker bestreuen.

Fertig!

Eure Tatjana <3

Im nächsten Beitrag zeige ich euch die Bilder aus Tirol! :)

23. August 2018

Tokio - Die besten Geheimtipps

Der ein oder andere hat es bereits mitbekommen: ich trete 2019 meine erste Fernreise an! Und zwar unter anderem nach Japan!!! 
Letztens fragte mich eine Kollegin, ab wann eine Reise eigentlich eine Fernreise ist.. Irgendwo habe ich mal gelesen ab 5 Stunden. Interessant zu wissen. Denn ich bin wirklich noch nie länger als vier Stunden geflogen. 
Nun schweife ich aber ab..

Japan ist ein sicheres Land, ein kulinarisch und kulturell interessantes Land,.. aber auch eine etwas andere Welt: Schrift, Sprache, Stäbchen, und ausserdem ist da noch Tokio.

Tokio ist die größte Stadt der Welt. Die größte! der Welt! Mit 37 Millionen Einwohnern ist sie größer als das auf dem zweiten Platz liegende Jakarta und das auf dem dritten liegende Delhi.
Wußtet ihr, dass Manila auf den Phillipinen auf Platz fünf liegt? Und Mexiko-Stadt "nur" auf Platz 12? 
Ich schweife wieder ab..

Natürlich möchten somit die meisten Touristen auch ein paar Tage in Tokio verbringen. Aber wie soll man sich dort auskennen? Woher soll man wissen, welche Stadtteile für einen interessant sind und wo es gute Restaurants, Bars und Shops gibt? Wo am besten das Hotel oder die Ferienwohnung buchen?
Da ich alles selber buche, also ein Individualreisender bin, habe ich mich die letzten Monate mithilfe von dem ein oder anderen Buch durch den Tokiodschungel gekämpft. Nun liegen alle Stadtteile säuberlich zerlegt vor mir und ich denke mir: war doch garnicht so schwer.

Die besten Bücher und Reiseführer möchte ich euch hier nach und nach vorstellen. Den Anfang macht das schöne Buch "Tokio - die besten Geheimtipps" von Steve Wide und Michelle Mackintosh.


Darin werden interessante Restaurants, Bars und Shops beschrieben. Zu Beginn gibt es einen groben Übersichtsplan mit allen Stadtteilen, die vorgestellt werden.

Diese sind:

Shibuya West
Shibuya East
Yoyogi
Harajuku
Aoyama
Roppongi und Azabu-Juban
Ginza
Marunouchi, Tokio und Yurakucho
Akihabara
Asakusa, Ueno und Yanaka
Shinjuku
Koenji
Kichijoji
Shimokitazawa
Ebisu
Daikanyama
Nakameguro
Meguro und Gakugei-Daigaku
Jiyugaoka und Kuhonbutsu

Zu jedem Stadtteil gibt es Anfangs eine kurze Beschreibung, eine kleine Stadtkarte und schon geht es los: Immer mit Bildern und mit einer genauen Adresse versehen, werden die einzelnen Lädchen, Bars und Kneipen gut beschrieben und sind sogar mit den Öffnungszeiten versehen. Es wird sogar angegeben, welche Bahnstation und welchen Ausgang man nehmen muß.

So darf ich zb Nonbei Yokocho zitieren:
"Abseits der Hauptsstraßen von Shibuya liebt Nonbei Yokocho, ein Holzhaus-Dörfchen inmitten der Großstadt mit winzigen Bars an zwei mit Laternen beleuchteten Gassen. In manche Minilokale passen nur insgesamt sechs Personen..."

Dazu gibt es immer wieder einen guten Tipp.

Zu Anfang des Buches gibt es zudem eine kleine Übersicht über 
- die besten Einkäufe und Souvenirs
- Speisen, die man unbedingt ausprobieren sollte
- sowie Getränke.

Alles in allem ein empfehlenswertes Buch zum schmökern mit vielen wertvollen Tipps. Es ist verständlich geschrieben und hat einen tollen Einband.
Ihr könnt das Buch beim Hölker Verlag unter der ISBN-Nr. 978-3-88117-156-4 für 19,95 Euro kaufen.

Eure Tatjana <3


28. Juli 2018

Garten im Juli - Echinacea, Grässer & Scabiosa


Im Juli gibt es bei mir im Garten ein Beet, welches sich jetzt erst von seiner besten Seite zeigt. Bei diesem Beet verzweifle ich sozusagen das erste halbe Jahr, weil es so langweilig ausschaut. Doch im Juli geht es dann los mit der Echinacea-Blütezeit! 
Oben seht ihr meinen Lieblingssorte dieses Jahr..

Unten passend dazu kein Echinacea, sondern eine Kokardenblume (Gaillardia "Burgunder"), welche ich eigentlich entfernt hatte. Aber die Staude blieb stur und wuchs im Jahr darauf wieder. Dieses Jahr hat sie mich dann von ihrer Schönheit überzeugt ;) Sie darf bleiben und blühen bis zum Herbst (vorausgesetzt man entfernt regelmäßig die verblühten Blüten). Sie benötigt übrigens nur sehr wenig Wasser (ausser im Pflanzjahr).



Nun aber zu meinem Sommerbeet!


Letztes Jahr hat sich mein Echinacea Alba auf dem Kompostbeet selber ausgesäht. Unzählige kleine Pflänzchen warteten auf einen neuen Platz, den ich ihnen im Sommerbeet gewährte. Dazu hatte sich die Scabiosa auch durch Sämlinge vermehrt, wie man sieht. 
Im Jahr nach der Versetzung der Sämlinge von der Echinacea-Staude blühten sie alle schon! Und zwar in rosa und weiß.. 




Ganz hinten der dunkelrosane Phlox, den meine Nachbarin mir aus ihrem Garten abgegeben hatte. Es war etwas Girsch mit dabei, welcher sich aber nicht wirklich wohl fühlt hier. Denn es ist das trockenste und sonnigste Beet und unglaublich starkem Wurzeldruck der Büsche dahinter. Hier wächst nur wenig und das Wenige habe ich wachsen lassen.


Dazwischen habe ich immer wieder Stipa tenuissima (Federgras) gepflanzt, welches sich überraschenderweise auch vermehrt. 


Bienen und Hummeln lieben dieses Beet wegen der hellgelben Scabiosa. Sie baumeln dann immer hin und her, da die Bienen schwerer sind als die Blüten.. 


Eure Tatjana <3

21. Juli 2018

Niederlande - Groningen & Schiermonnikoog




Ja, die Sommerferien haben bei so manch einem bereits begonnen und ich erinnere mich gerne an unsere Reise letztes Jahr. Wir hatten beschlossen, den Niederlanden einen Besuch abzustatten.. Wegen der schönen Gärten und weil wir mal wieder ein neues Land kennenlernen wollten. Denn in den Niederlanden waren wir noch nie!
So ist das, wenn man in Bayern wohnt. ;) Von dort aus fährt man nämlich einen ganzen Tag lang..

Unser Ferienhaus in Groningen habe ich mal wieder auf airbnb gefunden und war diesmal sehr begeistert. Alleine der Ausblick von der Essecke:


Wir konnten den lieben langen Tag Boote beobachten und das war Urlaubfeeling pur. Es war ein Reihenhaus mit mehreren Stockwerken, modern eingerichtet und gemütlich. 


Kibbeling

Am nächsten Tag wollten wir zum Strand und machten den Fehler, den man nur einmal an der Nordsee macht: wir fuhren ohne Plan Richtung Meer. Als wir dann endlich dort waren, nach der Durchquerung riesiger Felder, war die Küste zubetoniert. Oben auf der Düne gab es einen schönen Fahrradweg, den man entlang fahren oder spazieren konnte. Also haben wir uns kundig gemacht und sind zum nächsten größeren Ort an der Küste gefahren: nach Lauwersoog.
Dort gab es ein Restaurant mit Meerblick und einem riesigen Schild auf dem stand:
"Kibbeling met Zeezicht"
Also übersetzt: "Kibbeling mit Meerblick". Da mußten wir hin!

Aber was ist Kibbeling nun? Das hier:


Das sind Fischfiletstücke, die mit Backteig überzogen und fritiert werden. Serviert mit Remouladensauce. Sehr lecker!
(Es ist ungefähr das Gleiche, was die Currywurst bei uns ist.)

Das haben wir auserdem gegessen:



Die Karte war auf niederländisch, also haben wir einfach mal geraten. Die Preise sind die gleichen wie in Deutschland. Bzw. wie in München ;)


Insel Schiermonnikoog

Aber wo war der Strand? Tja, den gab es zum Beispiel auf der Insel Schiermonnikoog. Dieser sollte dann auch gleich der breiteste von Europa sein. 

Da mußten wir hin! Von Lauwersoog fährt mehrmals am Tag eine Fähre hin. Dauer: ca. 45 Minuten.
Link zum Fahrplan: KLICK

Die Insel ist verkehrsberuhigt. Es dürfen also nur die Anwohner mit einem Auto fahren. Sie ist aber mit ihren 16x4 km so klein, dass man mit dem Fahrrad wunderbar von A nach B kommt.
Oder mit dem Bus. Mit diesem sind wir dann anschließend von Fährhafen zum Strand gefahren. Er fährt dafür auch durch das hübsche, kleine Dorf.

Und so schaut der Strand dann aus:


Blick nach links:


Und Blick nach rechts (im August zur besten Ferienzeit!):


Hier kann man es aushalten.. Wir hatten mit unserem 4-jährigen Sohn einen wunderschönen Tag dort und das nächste mal suchen wir uns gleich auf der Insel eine Ferienwohnung ;)


Groningen

Wobei Groningen ja auch nicht ohne ist! Das Städtchen hat viele Grachten und ein gut ausgebautes Busnetz. Das haben wir ausgenutzt und sind mit dem Bus in die Stadt gefahren.

Gegenüber vom Bahnhof ist das Groninger Museum, ein Kunstmuseum, welches auf einer Insel im Verbindungskanal liegt.


Wir sind aber schon vorher am "Grote Markt" ausgestiegen, wo das schöne Rathaus und der Marktplatz sind. Dort sind wir Richtung Bahnhof gelaufen und haben uns treiben lassen:



Es gibt hier den ein oder anderen süßen, kleinen Laden..





Gestärkt haben wir uns an einem Cafe an der Straße mit leckerem Kuchen und sind anschließend noch zu einem Indoorspielplatz gefahren (Junior wollte ja auch was von Urlaub haben..).



In der Nähe von Groningen liegen mehrere Gärten, die ich nebenbei natürlich besichtigen wollte. Dazu habe ich bereits jeweils einen Bericht geschrieben: 

- Liannes Siergrassen: KLICK







- Jakobstuin: KLICK


Wir verbrachten insgesamt fünf Tage in Groningen und fuhren anschließend weiter nach Hamburg. Darüber berichte ich natürlich auch bald :)

Hier noch ein paar Bilder des traumhaften Hafens, in dem unser Ferienhaus stand:



Gerne schicke ich euch den Link zum Ferienhaus und/oder auch einen Rabattlink für airbnb, wenn ihr dort zum ersten mal bucht (ca. 15-25 Euro). Schreibt mir dazu eine E-Mail an wiesenknopfschreibselei@web.de. Auch wenn ihr Fragen zur Reise habt, könnt ihr mir dorthin schreiben.

Eure Tatjana <3

P.S. Bald kann ich die Kommentarfunktion wieder freischalten! Ich habe eine Lösung gefunden :)